Freitag, 18. September 2009

Murks? Schrumpf-Muffins mit Birnen


Birnen-Muffin, geschrumpft

Was Barbara von der Spielwiese kann, kann ich schon lange: Muffins backen, die wirklich lecker schmecken, aber trotzdem Murks sind. Und dafür brauchte ich auch Barbaras Rezept nicht, das hab ich ganz allein so hingekriegt. :-)

Mir schwebten erstens Birnenmuffins vor, in die ich zweitens irgendwie den kürzlich erstandenen Maulbeersirup einbauen wollte. Ich war sicher, das würde gut passen. Reine Theorie, denn ich hatte den Sirup noch gar nicht probiert. Das tat ich erst im letzten Moment, als schon alles zum Teigrühren bereit stand - und war überhaupt nicht angetan. Süß natürlich, aber keine Spur fruchtig, wie ich erwartet hatte, sondern mehr an Rübenkraut erinnernd, gleichzeitig aber fade. Ich weiß nicht: Muss der so schmecken? Ich hab noch nie Maulbeeren gegessen, hab also keinen Schimmer, was da an Aroma erwartet werden darf ...

Egal, nun hatte ich schon den Messlöffel mit dem Sirup gefüllt und beschloss, es durchzuziehen. :-) Um den Maulbeeren auf die Geschmackssprünge zu helfen, griff ich noch ins Gewürzregal: Muskat hilft immer. :-) Dazu noch Orangenschale, und dann weiter wie geplant. Aber in ebendieser Planung muss von Anfang an der Wurm drin gewesen sein: Die Muffins gingen zwar prächtig auf, aber sobald ich sie aus dem Ofen geholt hatte, fingen sie an zu schrumpfen. Sie sackten keineswegs zusammen, sie wurden bloß zusehends kleiner, während sie abkühlten. Viel kleiner. Sehr viel kleiner. Ofenheiß waren es noch ganz normal große Muffins - bei Raumtemperatur dann bloß noch Mini-Miffins.

Birnen-Muffin

Die innere Papiermanschette zog sich mit dem Teig zusammen, die äußere hat noch das ursprüngliche Format der Muffins: Die Dingelchen haben während des Abkühlens anderthalb Zentimeter Durchmesser eingebüßt! Anderthalb Zentimeter - das ist eine Größenordnung, deren Verlust an meinen Hüften nicht weiter auffiele, aber bei Standardmuffins definiert sie den Unterschied zwischen üppig und mager. :-)

Erstaunlicherweise verwandelte die Schrumpfung die Teilchen aber nicht in eine kompakte Masse. Die Muffins waren keine klitschigen Klumpen, sondern saftig und locker. Geschmacklich tendierten sie ein bisschen Richtung Gewürzkuchen, sehr angenehm. Eventuell gebe ich dieser Kreation im Advent eine zweite Chance. Bis dahin werde ich darüber nachdenken, wie ich gegebenenfalls das Schrumpfen vom Murks zum Feature umdefinieren kann. :-)

Birnen-Muffin


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2 Kommentar(e):

Barbara meint:

Hihi, Schrumpf-Muffins sind ja mal ganz was anderes! :-)

Das kommt davon, wenn man so wild rumexperimentiert, es wird was anderes als gedacht. Aber Deine Mini-Muffins sehen trotzdem absolut lecker aus!

365 Tage meint:

sieht aber witzig aus - und liegt im nicht-fett-werden-Trend.