Donnerstag, 26. Februar 2009

Schokoladentorte mit Erdnussbuttercreme


Schokoladetorte mit Erdnussbuttercreme

Der Schnupfen hat mein Geschmacksvermögen zwar noch nicht völlig, aber doch so weit wieder freigegeben, dass ich zu beschwören wage, dass diese Torte göttlich ist. Möglicherweise kommt beim Lesen des Rezepts der Gedanke auf, sie sei für die Fastenzeit ungeeignet und nichts für Leute, die temporär der Üppigkeit abgeschworen haben und Kalorienverzicht üben. Aber das ist ein Irrtum, der Trug des äußeren Scheins. Denn tatsächlich handelt es sich hier um den Torte gewordenen Verzicht: eine nicht nur abgespeckte, sondern geradezu ausgemergelte Version des Originals. In "Stephan Pyles' Heaven and Hell Cake" stecken - wie in Sheila Lukins' USA-Kochbuch nachzulesen ist - u.a. 600 Gramm Erdnussbutter, 500 Gramm Sahne und 900 Gramm Schokolade. Dagegen ist mein Törtchen die Lightversion einer Lightversion einer Lightversion ... Geschmacklicher Himmel ohne hochkalorische Höllenqualen. Relativ gesehen jedenfalls. :-)

Das Originalrezept empfiehlt übrigens, die Torte nach Fertigstellung mindestens zwei Stunden kaltzustellen und sie auch gut gekühlt zu servieren. Ungeduld wird in diesem Fall belohnt: Ich hab sie angeschnitten, sobald die Ganache halbwegs fest war - besser kann sie kaum noch werden. :-) Schon gar nicht, wenn sie kalt ist - da kommt der feine Gegensatz von herbsüßer Schokolade und leicht salziger Erdnussbutter sicher nicht halb so gut zur Geltung wie bei Raumtemperatur.

Schoko-Torte mit Erdnussbuttercreme

Teig:
65 g Kakao
250 g starker Kaffee, heiß
115 g Pflanzenfett (Shortening), weich
130 g Zucker, davon 20 g Vanillezucker
2 Eier
200 g Mehl; gemischt mit:
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

Erdnussbutter-Creme:
150 g Doppelrahmfrischkäse
150 g Erdnussbutter
45 g Puderzucker
1/4 TL Salz

Ganache:
125 g Sahne
125 g Schokolade, 75%, zerbröckelt

Temperatur: 175 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: ca 30 Minuten
Form: Springform, 24 cm, Rand gefettet & bemehlt, Boden mit Backpapier belegt

Für den Teig zunächst das Kakaopulver mit dem heißen Kaffee glattrühren. Abkühlen lassen.

Fett mit Zucker cremig rühren. Eier nacheinander zugeben, jeweils gut verrühren, dann zwei Minuten kräftig aufschlagen. Mehl- und Kakaomischung abwechselnd einrühren. Teig in die Form gießen und bis zur erfolgreichen Stäbchenprobe backen. 30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann stürzen und völlig auskühlen lassen.

Für die Erdnussbuttercreme Philadelphia mit Puderzucker und Salz cremig rühren, dann nach und nach die Erdnussbutter einrühren. Für die Ganache Sahne erhitzen. Vom Herd ziehen, Schokolade zugeben. 3 Minuten stehen lassen, dann glattrühren.

Torte quer halbieren, mit der Erdnussbuttercreme bestreichen, wieder zusammensetzen und die Ganache darübergießen.

Anmerkung: Die Ganache ist großzügig bemessen, je 100 g Sahne und Schokolade reichen.


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Mittwoch, 25. Februar 2009

Porridge aus dem Backofen


Morgenmuffels Porridge

Ich habe Schnupfen. Die Augen tränen, ich rieche nichts und schmecke kaum was. Worunter zwar nicht mein Appetit leidet, wohl aber die Lust zu kochen. Warme Mahlzeiten sind daher momentan auf den frühen Morgen beschränkt: Eierspeis klappt auch im Verkostungsblindflug. Porridge ebenso - und nunmehr auch ohne die am schläfrigen frühen Morgen immer gegebene Gefahr des Anbrennens: bei Cream Puffs in Venice als Baked Oatmeal with Apples, Bananas & Walnuts entdeckt, habe ich die Idee, den Haferbrei im Backrohr zuzubereiten, sofort übernommen und bin sehr angetan: kein Rühren, kein Anbrennen, kein Stress zum Tagesbeginn. :-)

Morgenmuffels Porridge mit Früchten

250 g Milch
125 g grobe Haferflocken
2-3 Äpfel, grob geraspelt
1 Banane, klein gewürfelt
2 (Blut-)Orangen, Saft
3 EL Zitronengelee oder -sirup
1 EL Honig
1/4 TL Salz
1 Prise Muskat
Joghurt & Agavendicksaft, zum Anrichten

Temperatur: ca 190 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 20-25 Minuten
ergibt: 3-4 Portionen

Alle Zutaten (außer Joghurt und Agavendicksaft) vermischen, in eine Auflaufform gießen und backen, bis der größte Teil der Flüssigkeit aufgesogen und der Rest von sahniger Konsistenz ist. Warm mit einem Klecks Joghurt und etwas Agavendicksaft servieren.

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Donnerstag, 19. Februar 2009

Ricotta selbst gemacht


Ricotta

Pepinella nimmt Zitronensaft, The Wednesday Chef verwendet Bitterorangensaft und Orangenschale, in der Low Budget-Küche kamen rosa Grapefruitsaft und Zitronenschale zum Einsatz: Viele Wege führen zum selbst gemachten Ricotta. Das Ergebnis muss sich vor der gekauften Variante nicht verstecken - falls es denn überhaupt welchen zu kaufen gibt: Der nahe gelegene Supermarkt hat, EU hin, Globalisierung her, Ricotta nur hin und wieder im Angebot.

Hierorts fand er seine Bestimmung unter - natürlich ebenfalls selbst gemachter - Grapefruitmarmelade, und verwandelte ein betrüblich schlappes und bröseliges Weißbrot vom Bäcker in einen Frühstücksleckerbissen. Ein großer Teil der Molke, die bei der Ricotta-Produktion anfällt, steckt aber schon in einem Brotteig (von den Zumutungen der industriellen Brotbäcker hab ich erstmal wieder die Nase voll); der Rest wanderte in ein figurfreundliches Müsli.

Ricotta & Grapefruitmarmelade

Grapefruit-Ricotta

1 l Milch
125 g rosa Grapefruitsaft, frisch gepresst
1/2 Zitrone, Zesten
1/4 TL Salz

ergibt: ca 200-225 g Ricotta (cremig)

Milch aufkochen. Vom Herd ziehen, Saft und Zesten zugeben, kurz verrühren. Ein Sieb mit einem Tuch auslegen, über eine Schüssel hängen und die gerinnende Milch langsam hineingießen. Abtropfen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist - nach 30 Minuten ist er schon ziemlich trocken (falls der Ricotta zu trocken wird, einfach mit etwas Molke mischen). Salz einrühren. Im Kühlschrank aufbewahren.

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Dienstag, 17. Februar 2009

Erbsenbällchen


Erbsenbällchen

Gesunder kleiner Imbiss, ohne Sesam auch für ErbsenKalorienzähler geeignet. :-)

Erbsenbällchen

250 ml Toor Dal (*)
500 ml Wasser
1-2 EL Ghee
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Lorbeerblatt, frisch
1 1/4 TL Garam Masala
3/4 TL Koriander
3/4 TL Kreuzkümmel
1/4-1/2 TL Chili, getrocknet
Salz, Austernsauce
Sesam, Nigella, grob geschroteter Pfeffer etc

(*) Toor Dal werden häufig als Linsen bezeichnet und angeboten, sind aber geschälte und halbierte Straucherbsen mit nussigem Aroma.

Toor Dal verlesen, abspülen und in Wasser in etwa 40 Minuten sehr weich kochen. Unterdessen die Zwiebelwürfel in Ghee bei moderater Hitze langsam braten, bis sie weich sind. Gewürze mörsern, zu den Zwiebeln geben und kurz braten, bis es duftet. Mischung unter die gegarten Erbsen rühren, mit einigen Tropfen Austernsauce und Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Kleine Bällchen aus der Masse formen, in Sesam und/oder Gewürzen wenden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und bei 200 Grad leicht knusprig werden lassen.

Dazu passt ein würziger Joghurt-Dip und/oder Salat.

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Sonntag, 15. Februar 2009

Crossover-Ritschert


Ritschert zu Brokkoli auf Paprika-Sahne

Das Ritschert hat in der Alpenrepublik eine lange Tradition: Der Eintopf aus Bohnen und Gerste (manchmal auch Hirse) sowie - in guten Zeiten - Selchfleisch wurde schon von prähistorischen Bergleuten zubereitet, wie Funde aus der Hallstattzeit belegen. Am Grundrezept hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht viel geändert; die Vorgabe Bohnen, Gerste, Gewürze lässt aber doch einigen Spielraum für Variationen, den ich für den Eintopf-Event im Kochtopf - ausgerichtet von Deichrunner's Küche - auch genützt habe. Das Ergebnis enthält alpenrepublikanische und indische Elemente und war geschmacklich überzeugend genug, um auch ohne Begleitung zu bestehen. Optisch machts weniger her, weshalb es ein paar Farbtupfer in Gestalt von Brokkoli auf roter Paprika-Sahne zugesellt bekam.

Bohnen-Graupen-Eintopf zu Brokkoli auf Paprika-Creme

Crossover-Ritschert

135 g schwarze Urad-Bohnen (*)
135 g Rollgerste (Graupen)
2 EL Ghee [1]
500 g "süßes" Gemüse (rote Paprika, Möhren, gelbe Rüben etc),
        in feinen Streifen/Scheiben
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 TL Ingwer [1], fein gehackt
2 Lorbeerblätter, frisch
4 Salbeiblätter
Gemüsebrühe
1-2 EL Ghee [2]
2 Gewürznelken
1 rote Chili, feine Ringe
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL helle Senfsaat
1 TL Ingwer [2], fein gehackt
1/2 TL Nigella

außerdem:
1/2 EL Ghee
2 rote Paprikaschoten, gewürfelt
125 g Gemüsebrühe
125 g Sahne
Pfeffer, aus der Mühle
Brokkoli-Röschen, blanchiert


(*) Urad (oder Urid) Dal gibts beim Inder oder im Asia-Supermarkt in drei Farben - je nachdem, ob es sich um ungeschälte ganze (schwarz), ungeschälte halbierte (schwarzweiß) oder geschälte (weiß) Bohnen handelt. In jedem Fall sind es Bohnen, auch wenn sie meist unter der Bezeichnung Linsen angeboten werden, vermutlich, weil sie so winzig sind. :-)

Verlesene Bohnen und Graupen über Nacht getrennt in Wasser einweichen; dann abgießen, abspülen, abtropfen.

Gemüse etwa 10 Minuten bei moderater Temperatur in Ghee [1] braten. Knoblauch, Ingwer [1], Lorbeer und Salbei zugeben, kurz braten. Bohnen und Graupen zugeben, mit so viel Gemüsebrühe aufgießen, dass das Gemüse etwa 2 Fingerbreit bedeckt ist. Aufkochen und zugedeckt bei geringer Hitze köcheln, bis die Bohnen weich sind - eine Stunde sollte dafür schon einkalkuliert werden. PerfektionistInnen geben die Gerste wegen der kürzeren Gardauer erst zur Halbzeit zu, spielt aber nicht wirklich eine Rolle.

Ghee [2] erhitzen, Nelken, Chili, Kreuzkümmel, Senf, Ingwer [2] und Nigella zugeben. Unter Rühren braten, bis die Senfkörner zu hüpfen beginnen, dann in das Ritschert rühren. Mit Salz abschmecken.

Für die Sauce Paprika in Ghee sanft anbraten, mit Brühe aufgießen und einige Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist. Sahne zugießen, pürieren, zur gewünschten Konsistenz einköcheln lassen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Ritschert mit Paprikasahne und Brokkoli anrichten.

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Samstag, 14. Februar 2009

Stracciatella-Püfferchen


Schokolade-Püfferchen

Ein guter Valentinstag beginnt mit einem guten Frühstück. Mit einem schokoladigen Frühstück also. :-)

Stracciatella-Püfferchen

90 g Mehl
1/4-1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
15 g Schokolade, fein geraspelt
15 g Schokolade, grob gehackt
1 Ei, Eigelb & Schnee
1-2 TL Vanillezucker (je nach Süße der Schokolade)
120 g Milch & Sahne, zu gleichen Teilen gemischt
Ghee oder Öl, zum Braten
Puderzucker, zum Bestäuben, nach Belieben

Eigelb mit Vanillezucker, Milch und Sahne gut verquirlen. Zu den vermischten trockenen Zutaten gießen. Kurz verrühren, bis die Masse glatt ist, dann den Eischnee unterziehen. Fett bei moderater Temperatur erhitzen, teelöffelweise Teighäppchen reinsetzen und die Püfferchen beidseitig goldbraun braten. Pfanne allenfalls zwischendurch mit Küchenkrepp auswischen, um Schokokleckse zu entfernen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäubt servieren.

Am besten warm genießen, solange die Schokostückchen noch geschmolzen sind; die Püfferchen schmecken aber auch kalt.

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Donnerstag, 12. Februar 2009

Fisolen, Karotten & gelbe Rüben


Fisolen & Wurzeln

Diese Spicy Green Beans wollte ich eigentlich gar nicht verbloggen: Sie waren ganz okay, aber ich musste mich recht nachhaltig durchs Gewürzregal arbeiten, bis sie auch für meinen offenbar abgestumpften Geschmack die Bezeichnung spicy verdient hatten. Nicht besonders aufregend also, aber - und deshalb sind sie nun doch im Blog gelandet - eine österreichisch-deutsche Übersetzungsfrage aufwerfend:

Im Unterschied zum Originalrezept habe ich nämlich nicht nur Möhren, sondern das Wurzelgemüse einer Standardpackung Suppengemüse verwendet: Petersilienwurzel, Karotten und gelbe Rüben. Zu Letzteren meint Onkel Wiki sinngemäß, es handle sich dabei nur um eine andere Bezeichnung für Möhren/Karotten. Was ungefähr so sinnvoll ist wie die Behauptung, "Boskoop" wäre bloß ein anderes Wort für Apfel. Natürlich sind gelbe Rüben auch Möhren. Aber eben eine spezielle Sorte, gelb gefärbt und im Geschmack um einiges süßer als ihre orangefarbenen Verwandten.

gelbe Rübe & orange Möhre

Und nun grüble ich: Wie werden in Deutschland die gelben von den orangen Möhren/Karotten namentlich unterschieden? Kann mich jemand aufklären?


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Dienstag, 10. Februar 2009

Greyston Bakery Brownies


Greyston Bakery Brownies

Heute war ein schöner Tag, ein Festtag: Es galt, den Cream Cheese Brownie Day angemessen zu begehen. Die Produktion passender Brownies nach bewährtem Rezept war schnell beschlossene Sache. Allein, das Schicksal war dagegen: Es fand sich nämlich kein Doppelrahmkäse mehr im Vorrat, und meine Abneigung gegen eine Einkaufstour im dick plätschernden Regen war größer als meine Zuneigung zu Cheesecake Brownies. Nun hat frau ja Phantasie und kann sich den Käse notfalls einfach dazudenken, die Brownies aber müssen schon real vorhanden sein, um Feiertagsstimmung zu wecken. Ich machte mich also auf die Suche nach einem Brownie-Rezept ohne Cream Cheese und natürlich auch ohne Nüsse, und wurde bei Profis fündig: Die Greyston Bakery stellt auf ihrer Website zwar nur ein einziges Rezept vor, aber eins, das für mich perfekt klang und mich beim Lesen wünschen ließ, ich wäre schon mit Backen fertig. :-)

Der Clou an diesen Brownies ist geraspelte Schokolade, die vor dem Backen auf den Teig gestreut wird - und danach als zarte Knusperschicht erfreut. Die allerdings durch den abschließenden Guss aus dunkler Schokolade nicht so schön zur Geltung kam; beim nächsten Mal würde ich eine weniger "hochprozentige" Schokolade nehmen oder sie mit Sahne mischen.

Greyston Bakery Brownies

Greyston Bakery Brownies   [ Original Recipe ]

115 g Butter, weich
175 g Zucker, davon 4 EL Vanillezucker
        [Greyston: 200 g Zucker, 2/3 EL Vanille-Extrakt]
2 Eier
95 g Mehl
50 g Kakao
1/4 TL Salz
135 g Schokolade, 60%, grob geraspelt/gehackt
25 g Schokolade, 75%, geschmolzen
        [besser: hellere Schokolade oder Ganache]

Temperatur: 150-160 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 20-25 Minuten
Form: 25x20 cm, gefettet und mit Backpapier
        (an den Längskanten überstehend) ausgelegt

Butter und Zucker hellcremig rühren. Eier nacheinander gründlich einmixen. Mit Kakao und Salz gemischtes Mehl nach und nach einrühren. Die Hälfte der grob gehackten Schokolade untermengen. In die Form füllen, glattstreichen und mit dem Rest der gehackten Schokolade bestreuen. Ins untere Drittel des Backrohrs schieben und backen, bis die Masse sich von den Formrändern löst, die Stäbchenprobe aber eine noch leicht feuchte Mitte ergibt. In der Form abkühlen lassen, dann mit geschmolzener Schokolade beträufeln und diese fest werden lassen. Mithilfe des Backpapiers aus der Form heben und in Würfel schneiden.


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Samstag, 7. Februar 2009

Angenähert: Bodenlose Orangen-Käseküchlein


Gebackene Quarkcreme mit Zitrusfrüchten

Die sonnige Quark-Orangen-Tarte von Petra war einfach unwiderstehlich. Mehr als eine vage Annäherung hab ich allerdings nicht geschafft, was u.a. mit der Vorratslage zu tun hatte: Mit drastisch reduzierter Eiermenge ist die Quarkmasse einen Tick zu fest und zu trocken geraten. Zu Letzterem trug auch bei, dass ich entgegen der Vorlage die Orangen nicht mitgebacken habe, sondern sie - gemischt mit rosa Grapefruits und mariniert im eigenen Saft und etwas Zitronenthymian - extra serviert habe. Abwechselnd gelöffelt, löste sich das Trockenheitsproblem in reinem Wohlgefallen auf. :-)

Den Teigboden habe ich, Petras Anregung folgend, ganz weggelassen, und er wurde auch nicht vermisst. Trotz der selbst verschuldeten Mängel ein wunderbares kleines Dessert. Danke für die Anregung!


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Mittwoch, 4. Februar 2009

Apfel-Orangen-Kuchen mit Kardamom


Apfelkuchen mit Orangen und Kardamom

Dass ich abends schon weiß, worauf ich zum Frühstück Appetit haben werde, kommt äußerst selten vor. Was ich nicht als nachteilig empfinde, denn dieses Wissen bedeutet ja unweigerlich noch Arbeit, ehe ich endlich dem Ruf des Bettes nachgeben kann. Aber es ist dann doch auch wieder schön, morgens verschlafen in die Küche zu tappen, mit dem sehnsüchtigen Gedanken an - beispielsweise - ein feines Stück Apfelkuchen zum Kaffee: und plötzlich steht da ein ganzer Apfelkuchen, fruchtig, saftig und kardamomwürzig duftend, und steht da auch noch nach dem Reiben der Augen und ist kein Traumrest und kein Trugbild. Ach ja, richtig, ich hatte ja noch gebacken abends! :-)


Apfel-Kuchen mit Orangen und Kardamom

Apfel-Orangen-Kuchen mit Kardamom

75 g neutrales Pflanzenöl
75 g Zucker
2 Eier
300 g Mehl
3-4 grüne Kardamomkapseln, gemörserte Samen
1 EL Backpulver
75 g Milch
400 g Äpfel, grob geraspelt, gemischt mit:
ca 100 g (Blut-)Orangensaft, frisch gepresst
(Blut-)Orangenmarmelade, zum Bestreichen, nach Belieben

Temperatur: 180 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: ca 35-40 Minuten
Form: Springform, 24 cm

Eier, Zucker und Öl mit dem Pürierstab schaumig mixen. Mit Kardamom und Backpulver gemischtes Mehl und Milch abwechselnd unterrühren, zum Schluss die Äpfel einrühren. In die Form füllen und bis zur erfolgreichen Stäbchenprobe backen. Nach Belieben noch heiß mit Marmelade bestreichen.

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Montag, 2. Februar 2009

"Heißer Kakao"-Kuchen


Heißer Kakaokuchen

Dieses Foto sehen und sofort ein Stück vom abgebildeten Kuchen haben wollen, war eins. Beim Ausdrucken des Rezepts erwies es sich ausnahmsweise als Glück, dass der Drucker im Schneckentempo arbeitet: Ich vertrieb mir die Wartezeit, indem ich den einleitenden Text bei Kitchen Unplugged las - und verblüfft erfuhr, dass AmerikanerInnen unter heißer Schokolade etwas anderes verstehen als BarcelonierInnen oder unsereins. Was genau, verriet Onkel Wiki: AmerikanerInnen meinen heißen Kakao, wenn sie heiße Schokolade sagen. Und zwar vor allem die Instant-Version desselben, also ein Getränk aus Zuckerpulver mit Kakaogeschmack, zu dem Onkel Wiki noch ausdrücklich feststellt, dass es "very sweet" ist.

Versehen mit dieser Information, las ich das Kuchenrezept auf einmal mit gelindem Schaudern: ein Viertelliter eines sehr süßen Kakaogetränks, dazu noch 400 Gramm Zucker extra - auf grade mal 250 Gramm Mehl und zwei Eier. Da musste ich dann doch ein wenig nachjustieren. :-) Mit 135 Gramm Zucker insgesamt ist der Kuchen für meinen Geschmack genau richtig, also nur leicht süß geworden; wers weniger kakaoherb mag, ist mit 175 Gramm wahrscheinlich gut bedient. In einer flachen eckigen Form gebacken, wie im Originalrezept vorgesehen, ist die Backzeit angenehm kurz, dafür macht der Kuchen optisch nicht viel her - geschmacklich aber umso mehr. :-)

"Heißer Kakao"-Kuchen

30 g Kakaopulver [1]
3-4 EL Wasser, heiß
135 g Zucker, davon 3 EL Vanillezucker
225 g Milch [1]
250 g Mehl
60 g Kakaopulver [2]
1 1/2 TL Backpulver
1 1/2 TL Natron
1 großzügige Prise Salz
180 g Milch [2]
90 g neutrales Pflanzenöl
2 Eier

Temperatur: 180 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: ca 30 Minuten
Form: 30x20 cm, gefettet

Milch [1] zum Kochen bringen. Kakaopulver [1] mit Wasser glattrühren. In die Milch rühren, Zucker zugeben, unter Rühren nochmal aufkochen. Knapp unterm Siedepunkt heiß halten.

Mehl in einer Rührschüssel mit Kakaopulver [2], Backpulver, Natron und Salz mischen. Milch [2] mit Öl und Eiern kräftig aufschlagen, unter die Mehlmischung rühren. Bei laufendem Mixer den heißen Kakao zugeben, kurz glattmixen und sofort in die vorbereitete Form gießen. Ins Rohr schieben und bis zur erfolgreichen Stäbchenprobe backen.

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Sonntag, 1. Februar 2009

Flefle bi bharat - Gewürzter Paprika


Flefle bi bharat, mit Rezept

Kein Aufwand wird in der Low Budget-Küche gescheut, wenn es gilt, neue Speisen zu entdecken, mit neuen Gewürzmischungen aus fremden Zivilisationen. Babylonisches Sprachgewirr ist da kein Hindernis: Wer die Herausforderung Öpfel-Chüechli bewältigt und nebenbei begriffen hat, warum die Schweizer das Hustenbonbon erfinden mussten, für den sind arabische Rezeptschriftzeichen ein Klacks. (Dass sich im Mazza-Kochbuch von Elias Hanna Saliba auch ein Abschnitt mit deutschen Übersetzungen der syrischen Rezepte findet, muss frau ja niemandem verraten. :-) )

Die gewürzten Paprikaschoten sind - wie die meisten Rezepte aus dem Buch - ohne viel Aufwand zuzubereiten. Was mich aufmerksam werden ließ, war die Gewürzkombination: Gewürznelken zu Paprika? Das hatte ich noch nie versucht. Aber wie Frau Deichrunner erst kürzlich anmerkte: Für den Blog wagt frau alles. :-) Und wird in diesem Fall mit einem kleinen Imbiss belohnt, der sehr würzig, leicht süßlich und mit einem Hauch Schärfe einfach köstlich mundet.

Flefle bi bharat - Gewürzpaprika

Flefle bi bharat - Gewürzter Paprika

500 g rote Spitzpaprika, entkernt, geachtelt
4-5 EL Olivenöl
Meersalz
1/2 TL Koriander, leicht angemörsert
1/2 TL Kreuzkümmel (Cumin), leicht angemörsert
5 Gewürznelken
5 EL Wasser
1 Prise Szechuanpfeffer
--- [Saliba: 2 getrocknete Chilis]

Öl erhitzen, Paprika unter gelegentlichem Rühren anbraten. Salzen. Koriander, Cumin und Nelken zufügen (ebenso die Chilis, falls verwendet). Kurz durchrühren, Wasser angießen. Gut schließenden Deckel auflegen und bei mittlerer Temperatur etwa 10 Minuten dünsten. Zwischendurch den Topf rütteln, damit nichts anbrennt. Deckel öffnen und allenfalls noch kurz bei hoher Temperatur weitergaren, bis alles Wasser verdampft und nur noch das Öl übrig ist (und die Paprika natürlich ;-) ). Mit einem Hauch Szechuanpfeffer bestreut servieren.


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Abgekupfert: Mini-Apfelküchlein


Apfelküchlein für zwischendurch

Die Geisterstunde nahte schon, als ich bei Brot&Rosen die Mini-Apfelküchlein für zwischendurch entdeckte und unversehens Appetit bekam. Zwischen den Tagen ist auch zwischendurch, dachte ich. Und da die Zubereitung weiters keinen Aufwand erfordert, waren sie wenig später fertig. Zur Freude des Gefährten, der sich, während ich in der warmen Küche zugange war, mit Herrn Hund draußen den Frostgeistern gestellt hatte. Nun verlangte ihn nach wärmender Stärkung, und damit er keinen Erkältungsrückfall erleide, nahm er tapfer die volle Dosis zu sich. Ein Stückchen immerhin blieb mir zum Kosten, grad genug, um sagen zu können, dass der Gefährte keine bittere Medizin schlucken musste. :-)

Ich hab mich an Petras Rezept gehalten, allerdings das zusätzliche Eiweiß weggelassen und 2 EL Vanillezucker verwendet. Die Menge hat genau gereicht, um das Betty-Bossi-Blech zu füllen, also acht Muffin-Ringe (oder Ringelmuffins?) ergeben.


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