Montag, 31. August 2009

Kleine Kuchen #02 - Köstlichkeiten im August



Danke an alle Foodies, die zu diesem verlockenden Kuchenangebot beigetragen haben! Es überwiegen Rezepte für Obstkuchen, und hier wiederum haben - im August nicht weiter überraschend - die Beeren klar die Nase vorn. Von der Torte bis zum Mini-Muffin: Die kleinen Kullerdinger kommen überall groß raus. Spaß beim Nachbacken ist garantiert - und dank der kleinen Mengen lassen sich auch viele Rezepte ausprobieren. :-)
 
Die vielen beerigen Kuchen im August waren noch Zufall. Selbigem möchte ich für die September-Ausgabe dieses Events ein bisschen nachhelfen und einen Schwerpunkt anregen:

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen Thema im September: Kleine Kuchen mit Zwetschgen.
Gern auch mit Zwetschen, Zwetschken oder Quetschen, das seh ich nicht so eng, es dürfen auch Pflaumen sein. :-) Ob kleine Versionen des Lieblingszwetschgenkuchens oder kreative Experimente, ob mit frischen oder getrockneten Früchten, mit Powidl oder Slibowitz - egal, ich esse alles freue mich über Zwetschgenkuchen aller Art. (Daneben sind auch alle anderen kleinen Kuchen willkommen.)

Berücksichtigt werden alle Beiträge, die bis zum letzten Wochenende des Monats einlangen, also bis einschließlich Sonntag, den 27. September.






Runde Form, 16 cm

 
Wenn Nüsse ins Spiel kommen, beginne ich immer ein wenig zu fremdeln. Aber ich erkenne ein Gedicht, wenn ich es sehe - und unter dem schlichten Titel Pistazienkuchen verbirgt sich ein solches. Robert von lamiacucina hat das kleine Kunstwerk abaufgeschrieben, und schon beim Lesen ist der feine Duft von Kardamom und Orangen zu spüren: Zauber des Orients. Wer davon nicht genug bekommen kann, findet bei Hrn.L. auch die Mengenangaben für eine 24er-Form.




Runde Form, 18 cm

 
Unter einer saftigen Schicht Ananas versteckt Chocolate & Philosophy einen Rührteig, der seine besondere Note durch geraspeltes Marzipan erhält. In der Zubereitung ist der Marzipan-Ananas-Kuchen erfreulich unaufwändig und schnell gerührt, das Ergebnis ist ausgesprochen lecker.


 
Wer schon mal amerikanische Süßspeisenrezepte nachgebastelt hat, weiß, was ein Zuckerschock ist. :-) Die Buntköchin hat deshalb ihren American Cheesecake an die Zuckertoleranz europäischer Gaumen angepasst. Cremig und gehaltvoll wie das Original ist er dennoch, und eine Augenweide sowieso.


 
Schnell zum Samstagnachmittagskaffee gebacken - und genauso schnell auch wieder verschwunden war der Altländer Apfelkuchen von Frau Deichrunner. Kein Krümelchen blieb übrig, obwohl die Portionen mit einem großzügigen Klecks Sahne serviert wurden. Da muss Eva wohl ein, zwei Kilometer laufen, zum Ausgleich. :-)


 
Für diese Tarte Tatin mit Birnen, Vanille und Ingwer müssen schön feste Früchte verwendet werden, damit sie nicht zerfallen. Reif und süß sollten die Birnen aber dennoch sein, damit die Gewürze hübsch angenehm zur Geltung kommen.


 
Eigentlich seltsam, dass eine Sache, die so oft kulinarisches Glück erzeugt, einen so trüben Namen hat: Resteverwertung. Nathalie von Cucina Casalinga hat ein paar Überbleibsel auf Blätterteig gepackt, mit Eiersahne übergossen und ins Backrohr geschoben. Eine halbe Stunde später stand eine feine kleine Gorgonzola-Zucchini-Quiche auf dem Tisch, bei der niemand an Reste denkt. Und von der auch keine solchen bleiben. :-)




Runde Form, 20 cm

 
Ein bisschen Geduld verlangt dieser klassische Bananen-Napfkuchen, den Ulrike von Küchenlatein nach einem Rezept von Dorie Greenspan gebacken hat. Frisch aus dem Backofen überzeugt er noch nicht hundertprozentig, aber frau lasse ihn einen Tag durchziehen, dann zeigt er, was in ihm steckt: voller Bananengeschmack und nicht zu viel Süße.


 
Auch klassisch, aber von FoodFreak Petra ganz neu interpretiert ist dieser Möhren-Bananen-Rührkuchen. Das Rezept kommt ohne die üblichen Gewürzverdächtigen für Möhrenkuchen aus, sondern verleiht den geriebenen Wurzeln mittels Bananen ein unverwechselbares Aroma.


 
Transport im hochsommerlich aufgeheizten Auto würde eine Gelatine-gefestigte Creme wohl in Saft verwandeln. Stefanie von Hefe und mehr hat bei ihrer Vanillecreme-Torte hitzeunempfindlicheres Agar-Agar eingesetzt und das Prachtstück unversehrt beim Geburtstagskind abgeliefert. Nur die schokoladige Dekoration hat gelitten.


 
Deklarierte Süßschnäbel werden ihre Freude mit diesem Apfelkuchen haben. Hanna von Küchengeflüster hat die Zuckermenge aus dem Originalrezept von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer zwar um ein Drittel reduziert, aber wirklich figurfreundlich ist der kleine Kuchen dennoch nicht: Hanna empfiehlt, den warmen Kuchen mit eiskalter Vanillesoße oder Vanilleeis oder gleich beidem zusammen zu servieren.


 
Wann ist eine Beere eine Beere? Frau Küchenlatein vertiefte sich in botanische Fachliteratur, um herauszufinden, ob ihre Brombeer-Buttermilch-Tarte tatsächlich Beeren enthält. Tut sie nicht: Brombeeren sind Steinfrüchte. Und liefern als solche nicht nur Genuss, sondern auch ein interessantes Thema für den Smalltalk an der Kaffeetafel. :-)


 
Brombeeren gibts auch in der Koch- & Back-Oase. Sehr, sehr viele Brombeeren. Gefühlte 15 Zentimeter hoch geschichtet und in Götterspeise gebettet. Als Alibi - dies ist schließlich ein Kuchen-Event - liegt ein hauchdünner Boden drunter, weshalb die dunkle Köstlichkeit auch Brombeer-Torte heißen darf. :-)


 
Nicht an Beeren gespart hat auch Petra von Brot & Rosen. In bunter Mischung bilden sie den krönenden Abschluss ihrer Beeren-Joghurt-Torte, stecken aber auch in der erfrischenden Cremefüllung. Zusammengehalten wird die Pracht von Biskuitböden aus Vollkornmehl: Da darf frau sich besten Gewissens ein zweites Stückchen gönnen. :-)


 
Kerstin von Terragina's Blog hat diesen 5-Minuten-Kuchen von eckig auf rund umgerechnet und damit ihre neue kleine Springform "eingebacken". Im Ratz-Fatz-Mini-Obstkuchen stecken Himbeeren, Brombeeren und Mirabellen unter der Streuselschicht.


 
Das Rezept hatte eigentlich die Zugabe von Grieß vorlangt, aber der war weder im Vorratsschrank noch im Supermarkt zu finden. Fabella löste das Problem mit paradiesischen Mitteln und tauschte auch gleich die vorgesehene Obstsorte aus. So entstand ein kleiner Käsekuchen mit Heidelbeeren: rundum gelungen.


 
Frau Küchenlatein grübelt noch, ob Süßes vielleicht Sünde sein kann. Und legt daher eine sittsame Marzipandecke über ihre verführerische Mohn-Torte mit Preiselbeeren. Nützt natürlich nichts: Rosa Preiselbeersahne zwischen Böden mit dunklem, aromatischem Graumohn ist einfach zu reizvoll, um nicht vernascht zu werden. :-)


 
Dinosaurier-Eier im Kuchen? Das gibts - nicht in der Jurassic-Park-Konditorei, sondern bei Terragina. Die Früchte im Pluot-Quarkkuchen sind eine Kreuzung aus Pflaumen und Aprikosen, die als Brontosaurus Eggs® vermarktet werden. Und die natürlich nicht Millionen Jahre alt, sondern ganz frisch sind. :-)


 
Immer nur süße Kuchen? Das geht gar nicht, meint Katia von Bolli's Kitchen. Im feinen Mürbteig ihrer Tartatouille stecken Peperoncini und Kräuter, darauf reihen sich rote Zwiebeln, gelbe und grüne Zucchini, Auberginen und Tomaten aneinander wie Perlen an der Schnur. Macht ein bisschen Arbeit, aber das Auge isst schließlich auch mit.


 
Es hätte etwas ganz anderes werden sollen, was FoodFreak da gebacken hat, aber die Sogwirkung dieses Events war stärker. Herausgekommen ist eine feine kleine Tomatenquiche für zwei. Die hat gut auf einem Balkontischchen Platz und lässt sich dort an einem lauen Sommerabend am besten in Gesellschaft eines jungen Italieners genießen. :-)


 
Herzhaftes gibt es diesen Monat auch von Eva aus Deichrunner's Küche. In der Fülle ihrer Pfifferlingsquiche stecken nebst den namengebenden Eierschwammerln auch rosa Champignons. Die waren ein Rätsel, das aber von Lavaterra souverän gelöst wurde.




Eckige Form
 
14x14 cm [ oder: rund, 20 cm ]

Grade mal 5 Minuten Vorbereitung braucht es, bis der Mini-Nektarinenstreuselkuchen von Chaosqueen im Ofen steht. So gut wie keine Arbeit und als Lohn himmlisch fruchtiger Genuss mit knuspriger Streuselkruste: Schöne Grüße aus Schlaraffenland!




Muffins, Cupcakes & Tartelettes:

 
Eva von Deichrunner's Küche nennt ihre Törtchen schlicht Cheesecakes mit Maracujasirup. Irreführend ist das, denn dieser Name unterschlägt die bunte Beerenpracht ebenso wie Tatsache, dass der exotische Fruchtsirup kein künstlich aromatisiertes Fertigprodukt, sondern selbst gemacht ist. Ein köstlicher Sommersonntagstraum!


 
Nicht richtig glücklich ist Gabi von CrockyBlog: Sie hat dank dieses Events ihre Tartelette-Förmchen wiederentdeckt und Gefallen an ihrer Verwendung gefunden. Schadet das aber nicht den Hüften?, fragt sie sich. Nein, tut es nicht. Kleine Kuchen sind keine Kuchen, kalorienmäßig betrachtet. Kalorien sind gesellige Wesen und treten nur in großen Gruppen auf. Solche haben aber in Mini-Förmchen gar keinen Platz: In diesen reizenden kleinen Pfirsich-Mandel-Tartes zum Beispiel ist jedes freie Eckchen von wertvollen Vitaminen besetzt: Zugreifen, bitte! :-)


 
Dieser Event soll ja helfen, Kuchenvorräte erst gar nicht entstehen zu lassen. Insofern ist der Beitrag aus der Plapperecke ein Grenzfall - aber gute Ideen sind immer willkommen: Daniela bereitet 6-8 Mürbteig-Tartelettes zu, die sich in einer Dose auch längere Zeit aufbewahren lassen. Bei Bedarf werden dann zwei Böden herausgeholt und zum Beipiel in Bananen-Toffee-Törtchen verwandelt.


 
Zum Nachmittagskaffee für zwei, als Dessert für drei Personen geeignet sind diese absolut köstlichen Mini-Brombeer-Muffins mit Vanillesauce. Frau Deichrunner hat sich zwar geärgert, nicht mehr davon gebacken zu haben, aber das hat schon gepasst: Das Geheimnis der guten Küche, verriet einst die Tante Jolesch, liegt nur darin, immer ein bisschen zu wenig zuzubereiten. :-)


 
Ein ganzer Kuchen pro Person? Das passt schon - wenn er in einem Ramequinförmchen gebacken wurde. Noch warm mit eiskaltem Vanillerahm serviert, sind die fruchtigen kleinen Blaubeerkuchen aber doch recht üppig. Als Dessert mithin nur bedingt geeignet, aber perfekt für die sonntägliche Kaffeetafel.




Cookies & Co:

 
Die wunderbaren Dienstage mit Dorie kommen auch dem Kleine-Kuchen-Event zugute, dafür sorgt Ulrike von Küchenlatein. Die Brownie-Knöpfchen mit weißer Schokoglasur werden zwar in Muffinsformen gebacken, sind aber so klein, dass ich sie in die Cookie-Rubrik gesteckt habe. In dieser Schublade bleiben sie aber nicht lang: Kaum gebacken, sind sie auch schon wieder weg. :-)


 
Der große Kuchen, den Frau Sammelhamster gebacken hatte, war nicht groß genug: Ein bisschen Teig blieb übrig. Gerade eben ausreichend für eine Hand voll luftiger Knabber-Kissen, pardon: Sesamhäppchen für zwischendurch.



 
Tipps & Tricks:


"Soll doch Excel rechnen!", meint Alex von AlleKochen.com und stellt ein hilfreiches Tool bereit: Sein Kuchenform-Umrechner erspart beim Umgang mit der Kreiszahl Pi den Daumen und liefert auch viel exaktere Ergebnisse als dieser. :-)



Claudia von Fool for Food hat den Taschenrechner arbeiten lassen. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Liste der Umrechnungsfaktoren für gängige Backformgrößen.






Samstag, 29. August 2009

Das Wort zum Wochenende: Bohnen mit Speck


In der Wohnung schienen sich zwei Personen, von denen die eine den Fingerabdrücken nach zu schließen mit den Opfer identisch war, die Stunden vor dem Mord mit Essen und Trinken vertrieben zu haben. Leere Schnapsflaschen und Bierdosen, Gläser, aus denen Bier und Wodka getrunken worden war, Essensreste auf zwei Tellern auf dem Tisch im Wohnzimmer und dazu passende Essenreste in der kleinen Küche ließen darauf schließen, dass die letzte Mahlzeit des Opfers aus Bohnen mit Speck bestanden hatte. Die Bohnen waren fertiggekocht gewesen und - darüber gab die Plastikverpackung im Mülleimer Auskunft - am selben Tag in einem Ica-Laden in der Nähe gekauft worden. Sie waren in dem gusseisernen Topf aufgewärmt worden, dessen Deckel der Täter seinem Gastgeber im Verlauf des Abends wiederholte Male an den Kopf geknallt hatte.

Leif GW Persson: Sühne


Freitag, 28. August 2009

Zwetschgen-Clafoutis


Zwetschgen-Clafoutis


Als ich, in der Küche stehend, das frisch eingelangte Donna-Hay-Buch öffnete, lachten mich auf einer Doppelseite drei Fotos an: Früchteauflauf, Ingwerpudding und Pflaumen-Clafoutis. Vor mir auf der Arbeitsplatte stand ein Körbchen Zwetschgen, Cacaks Beste, gerade richtig reif: Da hatte ich erstmal keine Zeit, geruhsam zu schmökern, sondern schritt gleich zum Praxistest.

Erst als die Förmchen im Ofen waren, guckte ich das Buch genauer an. Dass die Fotos zu spontanen Backaktionen verführen, war ja nun schon bewiesen. Ist aber fast erstaunlich, denn Modern Classics: süß enthält, wie der Titel ankündigt, keine aufregenden neuen Ideen, sondern bewährte süße Basisrezepte. Kekse, Muffins, Kuchen, Torten, Tartes, Desserts und Naschereien: lauter bekannte und beliebte Klassiker, manche frisch eingekleidet - ich sage nur: Panna-Cotta-Terrine mit Vanille-Pfirsichen! - einige auch mit der persönlichen Note der Übersetzerin versehen. Keine Limonen diesmal, dafür Schnittchen. Für mich sind das belegte Brote, und mit dem Zusatz Vanille-, Zitrone- oder Karamell- finde ich diese Bezeichnung leicht irritierend. Immerhin gibts keine Rezepte für Kardinal- oder Ischlerschnittchen, das hätte mir vermutlich leichte Gänsehaut gemacht. :-)

Wär aber auch nicht schlimm gewesen, der Clafoutis hätte süßen Trost gespendet. :-)

Zwetschgen-Clafoutis

ca 400 g Pflaumen [LBC: ca 600 g], halbiert
45 g Mehl
75 g Zucker [LBC: 55 g Vanillezucker]
1 TL Vanilleextrakt [LBC: weggelassen]
1 Pr Salz
250 g Sahne
3 Eier

Temperatur: 180 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer:ca 40 Minuten
Form: Auflaufform, 2 l [LBC: 3 Portionsformen]; leicht gefettet und mit Zucker ausgestreut

Mehl, Vanillezucker, Salz und Sahne verrühren. Eier nacheinander zugeben, gründlich verrühren. Zwetschgen mit den Schnittflächen nach oben in die Form(en) setzen, den Teig vorsichtig dazwischengießen. Ins Rohr schieben und backen, bis der Teig leicht aufgegangen und gebräunt ist. Heiß servieren. Reicht als Dessert für 6 Personen, als süßes Hauptgericht für 3.
 
Plum Clafoutis

approx. 600 g ripe plums, halved
45 g flour
55 g vanilla sugar
1 pn salt
250 g heavy cream
3 eggs

oven: 180 deg C, preheated / about 40 min
pan: 3 ovenproof dishes, greased and dusted with sugar

Whisk flour, vanilla sugar, salt and heavy cream until combined. Add the eggs, one after another, and whisk until smooth. Arrange the plums in the dishes (cut sides up). Carefully pour the batter around the plums. Bake about 40 minutes or until the tops are slightly puffed and golden brown. Sprinkle with powdered sugar and serve hot.


Donnerstag, 27. August 2009

Abgekupfert: Mini-Beeren-Muffins


Mini-Beeren-Muffins

Kaum gesehen, schon nachgebacken: Die Mini-Brombeer-Muffins mit Vanillesauce von Frau Deichrunner waren zu verlockend, die musste ich sofort haben. Mangels frischer Brombeeren wurde hierorts mit gemischten TK-Beeren gebacken, aber das tat dem Genuss keinen Abbruch: So winzig die Dingelchen sind, so groß ist das Vergnügen beim Verspeisen.

Apropos Größe: Meine Papierförmchen waren mit 2,7 cm Bodendurchmesser einen Tick kleiner als die im Originalrezept genannten 3cm-Förmchen. Obwohl ich sie gut gehäuft befüllt habe, reichte der Teig für mehr als ein halbes Dutzend Teilchen. Weil ich nicht genug Miniförmchen hatte, hab ich den restlichen Teig in etwas größeren Manschetten gebacken. Aber die Winzlinge, die sich mit einem Happs verputzen lassen, machen mehr Spaß. :-)


 

Mini Blackberry Muffins

65 g blackberries (or mixed berries)
65 g flour
3/4 ts baking powder
1/8 ts baking soda
1 egg (small)
35 g sugar
1 ts vanilla sugar
2 tb vegetable oil
65 g curd cheese (quark, 20%)
powdered sugar, for dusting

oven: 200 deg C; about 15 minutes
pan: 10-12 mini muffin tins (3 cm diameter)

Combine flour, baking powder and baking soda, set aside. Whisk the egg. Add sugar and vanilla sugar and whisk until the sugar is dissolved. Add oil and curd cheese, whisk until smooth. Add the flour mixture and stir until just incorporated. Carefully fold in the berries.

Spoon the batter into the muffin tins. Bake until golden. Allow to cool. Serve with vanilla sauce.




Auberginenröllchen mit Granatapfelsirup


Auberginenröllchen

Was ich mit Ferienküche verbinde, ist überwiegend von einem lang vergangnen Griechenlandurlaub geprägt: Weitab der nächsten Ortschaft, dafür direkt am Meer, ein Ferienhaus. Winzig, und vermutlich ohne Kontakt mit der Baubehörde errichtet. Ein schwarzer Panter gehört dazu, der größte Kater, den ich je gesehen habe, gertenschlank und muskelbepackt. Frühmorgens fängt er ein, zwei Fischlein am felsigen Strand, abends sitzt er vor dem kleinen Kühlschrank und verlangt ein Stückchen Fleisch. Die Nacht verbringt er im Bett, das er, lang ausgestreckt, voll ausfüllt. Macht nichts, wir schlafen draußen, auf der windgeschützten Terrasse. Daneben ein Gärtchen, mit einigen Tomaten und vielen Kräutern, endlos wirkend - nach und nach weniger Kräuter, mehr wildes Gestrüpp, irgendwann ist da nur noch Landschaft. Am Morgen nach unserer Ankunft taucht der Besitzer auf, um uns alles zu erklären. Wasser, erfahren wir, ist knapp, im Zweifel sollten wir nicht duschen, sondern die Tomaten gießen. Die sind prall und dunkelrot. Der Grieche pflückt einige, reiht dann die Früchte auf der Terrassenmauer auf: Ein Ruhetag in der Sonne lässt sie intensiver schmecken. Unsere Blicke deutet er richtig als Hunger. Auf einem zerknitterten Zettel skizziert er den Weg zum nächsten Laden und den Haltepunkt des fahrenden Obst- und Gemüsehändlers. Der kommt aber nur alle zwei Tage, morgen wieder. Aber auch heute müssen wir nicht darben. Unser Vermieter stellt eine große Tüte auf den Tisch. Eine Flasche Wein ist darin, ein Brot, eine Ecke Feta und einige Auberginen. In der Kochnische findet sich ein Kanister Olivenöl, auch Knoblauch gibts, Kräuter holen wir aus dem Gärtchen. Und dann sitzen wir schmausend im Schatten der Hauswand auf der Terrasse, schauen auf das im Sonnenlicht flirrende Meer und sind endlich angekommen im Urlaub.

Auberginenröllchen

Ein bisschen anders als damals sind diese Auberginen zubereitet, aber es geht ja nur ums Prinzip. Und das lautet bei der Sommerferienküche: Mengenangaben gibts keine, es zählt nur das Gefühl. :-)

Gegrillte Auberginenröllchen mit Granatapfelsirup

Auberginen, in Scheiben
Olivenöl
Meersalz & Pfeffer aus der Mühle
Knoblauch, nicht zu fein gewürfelt
glatte Petersilie, gehackt
Granatapfelsirup (Nar Eksisi)
Joghurt
Feta
Limettensaft

Olivenöl mit Salz und Pfeffer verrühren, die Auberginenscheiben damit einpinseln. Unter dem vorgeheizten Grill in etwa 10 Minuten backen, einmal wenden. Fertig gegrillte Scheiben zu Röllchen drehen. Knoblauch in Olivenöl goldgelb braten. Mit der Petersilie über die Röllchen streuen, Granatapfelsirup darüberträufeln. Joghurt, Feta und Limettensaft cremig rühren und mit Fladenbrot zu den Röllchen servieren.