Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Festtage!


Frohe Festtage!

Ihnen allen da draußen wünsche ich fröhliche, gemütliche und nicht zuletzt auch kulinarisch erquickliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Samstag, 19. Dezember 2009

Das Wort zum Wochenende: Oliven

 

"Ich habe ein paar leckere griechische Oliven besorgt", verkündete sie. "Meinst du, sie passen ebenso gut zu Margaritas wie Schokoladenplätzchen?"
"Die zweite Grundregel der Gastronomie besagt, dass griechische Oliven - die schönen dicken schwarzen, mit Basilikum gewürzten - zu allem passen, was man gern isst oder trinkt. Mit Ausnahme vielleicht von Erdbeereis."

Veronica Stallwood: Stille Nacht in Oxford


Freitag, 18. Dezember 2009

Küchenhelfer des Jahres 2009: Joghurtbereiter


Joghurt

Im Kochtopf wird nach dem Küchenhelfer des Jahres 2009 gefragt. Das ist hierorts natürlich - wie alle Jahre - der Gefährte. Nicht nur, weil er auf Zuruf arbeitet, sich niemals irgendwo ganz hinten unten im Schrank versteckt, ohne Gebrauchsanweisung intuitiv zu bedienen und zudem selbstreinigend ist. Sondern einfach überhaupt. :-)

Beim leblosen Kücheninventar fällt die Kür des Siegers heuer ebenso leicht: Den vor einigen Monden angeschafften Joghurtbereiter möchte ich nicht mehr missen. Obwohl ich mich bei der Bestellung ein wenig geärgert habe: Ein praktisch baugleiches Gerät (damals auch in derselben Farbe) wurde auf derselben Plattform von einem anderen Verkäufer deutlich günstiger angeboten - aber nicht in die Alpenrepublik geliefert. Inzwischen hat Amazon dieses Modell auch selbst im Angebot - aber was solls, die Preisdifferenz hat sich schon längst amortisiert. :-)

Und ich war damals froh, überhaupt endlich einen Joghurtbereiter mit Liter-Gefäß entdeckt zu haben. Im örtlichen Fachhandel gabs nur Geräte mit Winzlingsbecherchen. Die passen vielleicht für die sieben Zwerge, aber in der Low Budget-Küche wird Joghurt nicht bloß fingerhutweise konsumiert. :-) Und in die "Yogurteria" passt nicht nur der mitgelieferte Kunststoffbecher, sondern alternativ auch ein klassisches 1-l-Einmachglas - was mir sympathischer ist als der Plastikbehälter. Obwohl ich dessen Löffelverschluss witzig finde. :-)

Fazit: Die beste Neuanschaffung des Jahres. Nicht nur wegen des Suchtfaktors von selbst gemachtem Joghurt, sondern auch, weil nun der Reiskocher sich wieder voll auf den Kernbereich seiner Aufgaben konzentrieren kann. :-)


Donnerstag, 17. Dezember 2009

Feiner Murks: Keks-Terrine & Birnen-Gelee


Plätzchen-Terrine & Birnen-Gelee

Es war absehbar, dass es Murks geben würde: Meine letzten Gelatine-Vorräte steckten schon in der Zitronencreme für die Andalousie-Torte. Dass ich ohnedies Agar-Agar bevorzuge und dieses Rezept auch gut dafür geeignet ist, nützte gar nichts - nachdem ich die Geleewürfel zubereitet hatte, war auch das Agar-Tütchen nahezu leer und der Nachschub, zu dem ich griff, entpuppte sich als Natron. Die letzten paar Agar-Stäubchen reichten zwar aus, um die Dottermasse zu festigen und gaben auch der untergehobenen Sahne ein bisschen Stand, aber zur Schnittfestigkeit langte es nicht mehr.

Was mich ziemlich wurmte, weil ich extra - das Ganze war ein Testlauf fürs Weihnachtsmenü - eine Dreiecksform gebastelt und mich schon gefreut hatte, dass das Kartonkonstrukt gehalten und eine hübsche dreieckige Terrine freigegeben hatte. Aber als ich ihr mit dem Messer zu Leibe rückte, wars vorbei mit der schönen Geometrie. Es entstanden bloß traurig deformierte Scheiben, da half auch ein Ausflug in den Tiefkühler nicht.

Die Geschichte wurde also ganz formlos angerichtet, was letztlich aber egal war. Denn so lecker es schmeckte - als Dessert nach einem üppigen Festtagsmenü ist die Terrine zu mächtig. Und für diese Erkenntnis brauchte es keine Dreiecke. :-)

Das Rezept tippe ich jetzt nicht ab, ich hab mich genau an die Vorgaben in der aktuellen Gusto gehalten - dort ist auch zu bewundern, wie die Terrine eigentlich aussehen sollte. :-) Allerdings hab ich nicht Vanillekipferln, sondern Schoko-Heidesand genommen, das schien mir eine gute Verwertung für diese solo nur mäßig überzeugenden Plätzchen. Etwas stärker variiert hab ich bei den begleitenden Geleewürfeln: statt aus Äpfeln mit Rotwein entstanden meine aus Birnen und rotem Stachelbeersirup (dafür ohne zusätzlichen Zucker) - was sehr fein schmeckte.

Allemal bleibt das Rezept vorläufig am Kühlschrank hängen: Sollten nach Weihnachten wider Erwarten noch ein paar Plätzchen übrig sein, werden sie in diesem Dessert - aber mit etwas reduzierter Sahnemenge - ihre Erfüllung finden. :-)


Mittwoch, 16. Dezember 2009

Andalousie


Andalousie-Torte

Sind Zitronen typisch für Andalusien? Typischer jedenfalls als Schokolade - und irgendeinen Grund muss es ja haben, warum Robert Linxe dieses Torte gewordene Gedicht aus Schokolade und Zitrone ausgerechnet Andalousie genannt hat ... Oh, ich hab die Mandeln vergessen. Mandeln sind zweifellos ganz besonders typisch für Andalusien, und das Originalrezept verlangt Schoko-Mandel-Biskuit. Das Foto in Linxes Schokoladen-Buch zeigt aber hellen Biskuit ohne auch nur ein Stäubchen Kakao. Welche Erleichterung: Wenn der große Meister sich selbst nicht an sein Rezept hält - warum sollte ich das tun? Also weg mit den ungeliebten Mandeln. Andalusien wird durch Zitronen hinreichend gut repräsentiert. :-)

Die Entscheidung gegen den Mandelbiskuit klingt selbstbewusster als sie war. Monatelang bin ich ehrfürchtig um das Rezept rumgeschlichen: Anweisungen über abschreckende zwei große Seiten hinweg. Eingeschüchtert hab die gar nicht gelesen, nur immer wieder mal sehnsüchtig seufzend das Foto betrachtet. Bis die Frage nach einem Beitrag für den Kulinarischen Adventskalender akut wurde. Wann, wenn nicht jetzt?, dachte ich, las endlich das Rezept und fühlte mich gleich viel entspannter: Hätte jemand, der selbst Geschirr spülen muss, das Rezept notiert, wäre es gewiss keine zwei Seiten lang geworden. Masse in eine Schüssel füllen und im Wasserbad erwärmen, in die Küchenmaschine umfüllen und rühren, in eine Rührschüssel umfüllen und Sahne unterziehen - sowas kann nur einem Mann mit Personal einfallen. :-) Nachdem ich diese und andere umständliche Mätzchen gestrichen hatte, präsentierte sich das Rezept gleich viel weniger einschüchternd. :-)

Robert Linxe's Andalousie-Torte

Mandelbiskuit: (*)
130 g Mandeln, gemahlen
130 g Puderzucker [1]
30 g Kakaopulver, ungesüßt
8 Eiweiß
100 g Puderzucker [2]
1 Prise Salz

Zitronencreme:
2 Zitronen, fein geriebene Schale & Saft
70 g Zucker
40 g Butter
1 Eigelb
1 Ei
3 Blatt Gelatine
75 g Sahne, geschlagen

Schokoladencremes:
165 g Schokolade, 70%, zerkleinert
85 g Schokolade, 55%, zerkleinert
200 g Sahne
80 g Butter, weich

Schokoguss - Basisrezept (es wird nur ein Teil dieser Menge benötigt!):
250 g Milch
280 g Schokolade, 55%, gehackt
145 g Schokolade, 60%, gehackt
30 g Glukosesirup
30 g Butter, weich

Temperatur: 200 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 15 Minuten
ergibt: 1 Blech, mit Backpapier belegt

Biskuit:
Mandeln und Puderzucker [1] sieben und mit dem Kakao mischen. Eiweiß steifschlagen, dabei zuerst Salz und dann Puderzucker [2] zufügen. Schnee vorsichtig unter die Mandelmischung ziehen. Masse aufs Blech gießen und verteilen. 15 Minuten backen, auf ein Gitter stürzen, Backpapier entfernen (Papier mit Wasser einpinseln, falls es sich sträubt). Biskuit abkühlen lassen und in drei Teile schneiden.

          (*) Ich habe alternativ den bewährten flaumigen Boden nach meinem Schokoschnitten-Rezept (aber in doppelter Menge) zubereitet.

Zitronencreme:
Gelatine einweichen. Zitronensaft (durch ein Sieb gießen!), Zitronenschale, Zucker, Butter, Ei Eigelb im Wasserbad unter Rühren mit dem Schneebesen erhitzen, bis die Creme dicklich wird. Vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine einrühren. Abkühlen lassen, bis die Creme zu gelieren beginnt. Mit dem Schneebesen glattrühren und die geschlagene Sahne unterziehen.

Schokoladencremes:
Beide Schokosorten in eine kleine Schüssel geben. Die Hälfte der Sahne aufkochen und darübergießen. 2 Minuten stehen lassen, dann glattrühren und etwas abkühlen lassen. 250 g (etwa 2/3) von dieser Masse entnehmen (Rest beiseite stellen) und mit der Butter schaumig rühren. Restliche Sahne steifschlagen und unterheben.

Schokoguss:
Milch aufkochen und über die Schokolade gießen. Behutsam umrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Glukosesirup und Butter zufügen und zu einem glatten, glänzenden Guss rühren - aber sachte, damit keine Luftbläschen in der Masse eingeschlossen werden. Warm über die Torte gießen. (Die Glasur hält - mit Folie abgedeckt - eine Woche im Kühlschrank. Vor Verwendung im Wasserbad erwärmen.)

Fertigstellung:
Ein Biskuitrechteck auf eine Platte legen. Die Hälfte bis zwei Drittel der Schokosahnecreme darauf verteilen. Mit einer weiteren Biskuitplatte abdecken, darauf die Zitronencreme verstreichen. Letzte Biskuitplatte auflegen und mit der restlichen Schokosahnecreme bestreichen. Etwa 1/2 Stunde (je nach Umgebungstemperatur auch länger) kühlen, dann die dunkle Schokocreme im Wasserbad so weit erwärmen, dass sie streichfähig ist. Auf der Torte verteilen, glattstreichen und kühlen, bis sie fest ist. Mit Schokoguss überziehen. Die fertige Torte bleibt, im Kühlschrank aufbewahrt, zwei bis drei Tage frisch; sollte aber eine halbe Stunde vor dem Servieren rausgeholt werden.

          Anmerkung: Die dunkle Schokocreme war bei Raumtemperatur viel zu fest, ich hab noch einige zusätzliche Löffel Sahne untergerührt.
Auf den abschließenden Schokoguss hab ich verzichtet, das war mir dann doch zu viel des Guten. Die Torte ist auch so schon ziemlich gehaltvoll. :-)



Montag, 14. Dezember 2009

Beinahe Schusterlaberln


Schusterlaberln

Eigentlich sollten vor dem Backen kleinwinzige Kügelchen gerollt und in Staubzucker gewälzt werden - aber diese absehbare Ferkelei mit der schokoladigen Eischneemasse hatte ich absolut nicht drauf. Daher sinds nur beinahe rezeptgetreue Schusterlaberln geworden, geschmeckt haben sie trotzdem. :-)

Schusterlaberln

1 Ei, Eigelb & Schnee
65 g Puderzucker
75 g Kokosraspel, zart geröstet, abgekühlt
25 g Schokolade, 75%, gerieben

Temperatur: 170 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 12-14 Minuten
ergibt: 1 Blech, mit Backpapier belegt

Eigelb mit Zucker cremig rühren, Schokolade und die Hälfte der Kokosraspeln einmengen, Eischnee und restliche Koskosraspel unterziehen. Kleine Kügelchen (2 cm Durchmesser) formen und in Puderzucker wälzen, oder einfach löffelweise möglichst kleine Häufchen mit ausreichend Abstand aufs Blech setzen. Bei spaltbreit geöffneter Ofentür backen.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Kleine Kuchen #05 - Nüsse & andere Köstlichkeiten im November

 



Schon wieder viel zu spät - ich gelobe Besserung! Was dann gleichzeitig mein erster guter Vorsatz fürs neue Jahr ist, denn im laufenden Monat macht der Kleine-Kuchen-Event Pause. Zwar pflegen im Dezember die Backöfen zu glühen, aber Weihnachtsplätzchen werden auch in Kleinhaushalten doch gern in größeren Mengen produziert - lohnt ja sonst gar nicht, und AbnehmerInnen finden sich immer. ;-)

Letzteres gilt zweifellos auch für die kleinen Nusskuchen, die zum November-Event eingereicht wurden. Auch wenn ich diesmal nichts nachbacken werde - das eine oder andere kleine Probierstückchen würde ich, wiewohl extreme Nussnichtmögerin, nicht ablehnen. Da sind nämlich wieder ganz wunderbare Rezepte zusammengekommen. Danke an alle TeilnehmerInnen!
 
Zwischen Weihnachten und Dreikönig macht dieser Blog Ferien, deshalb jetzt schon die Vorankündigung für die nächste Ausgabe des Events:

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen Schwerpunkt im Jänner: Sweets for my Sweet

Backwerk der verführerischen Art ist diesmal gefragt, süße Versuchungen für zwei Liebende. Sinnliche Desserts fürs Candlelight Dinner oder aufmunternde Leckereien fürs Frühstück im Bett - Valentin fällt 2010 auf einen Sonntag, da kann in aller luxuriösen Gemütlichkeit gesündigt werden. Mit Kuchen & Torten, Muffins, Pies, Tartelettes, Keksen, gefüllten Croissants, exotischen Früchten unter Streuselhaube ... was auch immer zwei Leute schwach vor Seligkeit werden lässt. :-)

Wer am Event teilnimmt, kommt natürlich um einen Probedurchgang nicht herum: Berücksichtigt werden alle Beiträge, die bis zum letzten Sonntag des Monats einlangen: Das ist diesmal der 31. Jänner. (Und das Round-up wird spätestens zum 3. Februar veröffentlicht - versprochen. :-) )




Runde Form, 12 cm

Pavlova mit Nüssen
Süße Sünde für zwei: Dieses klassische Dessert würde sich auch beim Jänner-Event gut machen. Hier war die Pavlova mit Himbeer-Balsamico und Erdnüssen allerdings ein Geburtstagstörtchen, auf dem sogar eine Kerze Platz fand. :-)


Runde Form, 18 cm

Torta di mele
Blätterteig mit sorgfältig gestutztem Rand. Hauchdünne Apfelscheiben, penibelst arrangiert auf Crème patissière. Perfekt gestylt, aber mit den wie zufällig drübergeworfenen Haselnüssen ganz natürlich wirkend: Wenn es einen George Clooney der Apfelkuchen gibt, dann ist es dieser. :-)
lamiacucina  ]

Kürbis-Nuss-Kuchen mit Schokolade
Mit Koriander, Zimt und Muskat passt er perfekt in den Advent, bleibt dank Kürbis und Schokoguss tagelang saftig und wird dabei immer besser. Theoretisch jedenfalls, denn praktisch ist die Haltbarkeit eines so feinen kleinen Kuchens eng begrenzt. :-)

Walnuss-Daim-Sahne-Torte
Zum Glück sind die schon kultigen schwedischen Schokoriegel auch hierzulande erhältlich, einem Nachbacken dieser Torte steht also nichts im Wege. Biskuit mit gehackten Walnüssen, knackig-karamellige Daims und viel Sahne: Rezept für einen glücklichen Sonntagnachmittag. :-)

Orangenkuchen
Nichts für die Zeit vor Feierabend, aber ein Genuss für die blaue Stunde: Im Teig steckt Eierlikör, und nach dem Backen wird der Kuchen noch mit Orangenlikör getränkt. Und dann mit Orangenspalten belegt - Vitamine fürs Gewissen. ;-)


Runde Form, 20 cm

Nusskuchen mit Grieß
Nach diesem Rezept backt ein Haselnusskuchen sich so einfach wie mit einer Backmischung. Selbst wenn - rezeptwidrig - einfach alle Zutaten zusammen in die Rührschüssel gekippt werden: Das Ergebnis ist dennoch schön locker - und lecker sowieso. :-)

Haselnuss-Apfel-Pflaumen-Kuchen
Mit frischen Pflaumen und Äpfeln gibt sich der Haselnusskuchen ganz herbstlich, kann aber auch mit anderen Früchten gebacken werden. Sonntagstauglich und köstlich ist er allemal - der Lieblingsnusskuchen der Bäckerin bleibt aber die Engadiner Nusstorte, die's auch im Mini-Format gibt.

Torta al cioccolato e nocciole
Vanille-Eiscreme und rote Beeren sind als Begleitung für den italienischen Schokoladen-Haselnuss-Kuchen vermutlich nicht unbedingt und zwingend nötig. Aber manchmal sind es solche Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen verflixt gut und grandios ausmachen. :-)

Mallorquinischer Mandelkuchen
Ein Kuchen für spontane Backaktionen: Mandeln, Zitrone, Zucker und Eier sind ja fast immer im Haus, und mehr Zutaten brauchts nicht. Der Rührteig kommt dank Eischnee sogar ohne Backpulver aus. Unbedingt nötig ist aber eine Vorliebe für sehr süße Kuchen. :-)

Snickers-Kuchen
Schokoriegel mit Erdnüssen, Karamell und weißem Nougat: Kein Wunder, dass ein Käsekuchen auf dieser Basis Berühmtheit erlangt - und wohl nicht nur unter polnischen FoodbloggerInnen. Bei der Beschaffung der Backzutaten ist übrigens zu bedenken, dass die Schokoriegel schon während der Zubereitung einem gewissen Schwund unterliegen - also nicht zu sparsam einkaufen. :-)

Jessys kleiner Mandelkuchen
Die Bäckerin durfte allergiebedingt nicht probieren, aber 12 von 12 VerkosterInnen fanden den Kuchen lecker - guter Schnitt. :-) Mandeln stecken nicht nur im Rührteig, sondern auch im Belag, der noch mit Schokoguss überzogen wird. So geschützt nimmt der Kuchen auch einen Transport am Fahrrad nicht allzu übel. :-)

Schoko-Nuss-Torte
Kleines Rätsel: Wenn 28-Jährige Schokolade und Nüsse lieben und Geburtstag haben, was für Kuchen wird dann wohl gebacken? Ich verrate nichts - außer, dass die Kerze neben dem Kuchen platziert wird statt oben drauf. Und dass Ernte vom Corylus-Strauch und vom Theobroma-Baum verbacken wird. :-)
Meat & Greet  ]

Advents-Schoko-Kuchen
Mit Haselnüssen und ganz viel Schokolade - oder auch Nougatschokokugeln - lässt sich schon ein feiner Kuchen backen. Zimt, Nelken und Muskat dazu, und es wird ein (Vor-)Weihnachtskuchen, der sich durch seinen wunderbaren Duft als solcher verrät - ganz ohne spezielle Deko. ;-)


Eckige Form

1/2 Backblech

Gestürzter Nusskuchen mit Honig & Quark
Not macht erfinderisch: Sind nicht alle Zutaten für einen geplanten Kuchen im Haus, macht frau aus den vorhandenen Vorräten das Beste und kreiert ein eigenes Rezept: hier für einen Blechkuchen mit saftigem Quarkteig und karamelliger Nussschicht.


Muffins, Cupcakes & Tartelettes:

Nusskuchen aus dem Glas
Kuchen aus dem Glas sind in Naschkatzenhaushalten unverzichtbares Inventar von Vorratskammern. Dummerweise halten sie nie so lange, wie sie halten könnten. :-) Aber Nachschub wie dieser mit Zimt & Nelken gewürzte Haselnussrührteig ist ja schnell gebacken.
citykitchen  ]

Muffins mit Schokotröpfchen
Selbst wenn keine Schokotröpfchen zum Einsatz kommen, sondern Schokolade gehackt wird, geht das in der kleinen Menge für ein halbes Muffinblech ganz fix. Vanillepuddingpulver bringt zusätzlich Aroma in den Teig und sorgt für eine feinporige Krume.


Tipps & Tricks:




Samstag, 12. Dezember 2009

Das Wort zum Wochenende: Blecharoma

 

Eine Männerstimme sagte: "Ein Körper, der auf der Zunge zerbröckelt. Demzufolge kernig-brösliger Geschmack mit Anklängen an Fugenkitt, Alleskleber jenseits des Verfallsdatums und Modelleisenbahnschrott. Abgang ..."
"Modelleisenbahnschrott?" fragte ein anderer.
"Modelleisenbahnschrott, sì. Dieses Blecharoma, wenn es zwischen den Zähnen knirscht."
"Ach so, das."
"Abgang?" sagte der erste wieder. "Keiner! Kein Abgang. Der bleibt einfach stecken. Da hilft nur kräftiges Nachspülen."

Bernhard Jaumann: Saltimbocca


Freitag, 11. Dezember 2009

Burgenländer Sonnen


Burgenländer Sonnen

Verkehrte astronomische Plätzchenwelt: Die Monde riesig, die Sonnen Zwerggestirne. :-)

Entstanden sind sie einfach aus übrigem Teig und Eischnee von den Burgenländer Monden: Rund ausgestochen, die Hälfte nackig gebacken, die andere Hälfte mit einem Schneering drauf, mit Marmelade zusammengesetzt und schließlich noch mit einem dicken Klecks Ganache gefüllt. Sehr fein - und mit normalem statt Hefe-Mürbteig wären diese Kekse sogar original burgenländisch und hießen dann auch so: Burgenländer Keks. :-)

Ziemlich ähnlich sind übrigens auch die burgenländischen Tokaj-Kipferln. Die werden aber nur ganz dünn mit Eischnee bestrichen, halbmondförmig - die BurgenländerInnen habens irgendwie mit dem Mond ;-) - ausgestochen und nach dem Backen mit Johannisbeermarmelade zusammengesetzt.

Das Burgenland ist übrigens ein wahres Keksparadies. Nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über, und ganz besonders im Mai: Ohne Unmengen an feinen kleinen Keksen, Krapferl und Schnitten ist eine burgenländische Hochzeit undenkbar. Diese Hochzeitsbäckerei oder Hochzeitsmehlspeis wird nicht nur bei der Feier kredenzt, sondern - einem netten Brauch folgend - den Gästen auch als "Bschoad-Binkerl" mitgegeben, damit sie auf dem Heimweg nicht verhungern müssen. :-)


Donnerstag, 10. Dezember 2009

Burgenländer Monde


Burgenländer Mond

Klein & fein müssen Weihnachtsplätzchen sein. Was in Butterbrotgröße daherkommt, hat am bunten Teller nichts verloren. Das seh ich genauso wie die Genussmousse-Crew - obwohl die Produktion von Bonsai-Keksen erhöhte Anforderungen an Geduld & Feingefühl stellt. Die Bezuckergussung von Sternchen etwa, die kaum drei Zentimeter von Spitze zu Spitze messen, fördert bei der Grobmotorikerin Wortschätze zutage, die so gar nicht in den Advent passen. :-)

Zur entspannenden Abwechslung gibts aber Plätzchen, die sich nicht beliebig verkleinern lassen, Plätzchen, bei denen unter Handtellergröße einfach nix geht, Plätzchen wie die Burgenländer Monde. Obwohl - als ich Tante Google dazu befragte, verwies sie mich in ein Forum, wo eine Userin schrieb, sie produziere dies Gebäck aus Rollen von grade mal 2 cm Durchmesser ... Nun ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. :-) Ich habs ja auch wirklich versucht und mich um Kleinräumigkeit bemüht, aber es half nichts: Meine Burgenländer Monde wurden so, wie ich sie aus Kindheitstagen in Erinnerung habe - für grobe Pranken gemacht, nicht für zierliche Pfötchen. :-)

Die Füllung der Burgenländer Monde besteht eigentlich aus Eischnee und Nüssen. Letzteres ging hierorts natürlich gar nicht. Alternativ sind etwa Kürbiskerne denkbar oder Kokosraspel oder was sonst grad zur Hand ist: Kekse beispielsweise. :-) Genauer gesagt, zerkrümelte Exemplare einer weniger überzeugenden Sorte. Mit noch ein paar Cranberrys extra zerkleinert, machten sie sich im Innenleben der Monde ganz wunderbar.

Burgenländer Monde

Teig:
1 Eigelb
20-25 g Milch
2-3 g Trockenhefe
1 TL Puderzucker
75 g Butter (Raumtemperatur)
135 g Mehl
1 Prise Salz

Fülle:
1 Eiweiß
45 g Zucker, ein Teil davon Vanillezucker
ca 35 g Nüsse (oder Saaten, Trockenfrüchte etc), beliebig fein gehackt

Temperatur: 180 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 15-20 Minuten
ergibt: 1 Blech, mit Backpapier belegt

Hefe mit Milch verrühren und kurz quellen lassen, dann mit Eigelb und Zucker verrühren. Butter mit Mehl und Salz verkrümeln. Hefemischung zugeben und rasch zu einem glatten Teig kneten. In Folie wickeln und 1/2 Stunde rasten lassen.

Für die Fülle das Eiweiß zu festem Schnee schlagen (allenfalls über Dampf, um ein möglichst stabiles Ergebnis zu erhalten), dabei den Zucker einrieseln lassen.

Teig dünn (2-3 mm) zu einem schmalen Rechteck ausrollen. Eischnee darauf verteilen und mit Nüssen bestreuen. Teig von der Längsseite her aufrollen. Mit einem kleinen Krapfenausstecher Halbmonde ausstechen. Dass dabei Füllung rausquillt, ist unvermeidlich und muss so sein. :-) Die Monde aufs Blech setzen und zart goldgelb backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.


Mittwoch, 09. Dezember 2009

Frischkäse-Plätzchen - diesmal mit Marmelade :-)


Frischkäse-Kekse mit Marmelade

In kulinarischer Hinsicht ist der Gefährte äußerst pflegeleicht: Er futtert, was ich ihm vorsetze, meistens nicht nur klaglos, sondern freudig. :-) Umso größer mein Schock, als er die eisblauen Frischkäsekekse verweigerte. Seine Ablehnung formulierte er zwar milder als Maximilian Buddenbohm, aber es lief letztlich aufs Gleiche raus: "Keine Marmelade drauf?! Nein, diese Kekse ess ich nicht!" Also rührte ich hurtig mit dem Rest Frischkäse aus der Packung eine weitere Portion Teig und buk noch ein halbes Blech Marmeladen-Kekse. Danach sah die Welt wieder so aus wie immer. :-)

Übrigens, das Teig-Rezept ist okay, aber nicht umwerfend. Ein höherer Butteranteil - wie z.B. bei den Wiener Hörnchen - macht sich geschmacklich besser. Noch viel besser für so gefüllte Dinger ist ein Quarkblätterteig, der sich, vor keinem "richtigen" Blätterteig verstecken muss, wie Frau Esskultur in aufopfernden Vergleichsstudien bewiesen hat. Das dauert zwar ein bisschen länger, aber es lohnt. :-)

Frischkäse-Kekse


Frischkäse-Plätzchen

Das Rezept ist so simpel, dass es im alphabetisch sortierten Keks-Backbuch unter E geführt wird, E wie Einfache Frischkäseplätzchen. Die Zuckerglasur war nicht geplant und passt auch geschmacklich nicht wirklich - so saftiger Frischkäseteig ruft eigentlich nach Marmelade. Gillespie empfiehlt denn auch, die Kekse gleich mit einem Klecks Konfitüre zu backen. Wollte ich auch, war aber irgendwie abgelenkt, und so wanderten die Plätzchen nackig ins Rohr. Das sah so traurig aus, dass ich ihnen nachträglich noch was anziehen musste. Sind nicht grade Designerklamotten geworden - das kommt, weil Mutter Natur mich so schnöde übergangen hat, als sie die Feinmotorik verteilte. :-)

Frischkäse-Kekse

125 g Doppelrahm-Frischkäse, Raumtemperatur
25 g Butter, Raumtemperatur
15 g Puderzucker
je 1/2 TL Zitronen- und Orangenschale, fein gerieben
      (oder anderes Gewürz, allenfalls passend zur Marmelade)
140-150 g Mehl
Marmelade, nach Belieben

Temperatur: 175 Grad, O/U-Hitze, vorgeheizt
Backdauer: 12-15 Minuten
ergibt: 1 Blech, mit Backpapier belegt

Frischkäse; Butter, Zucker und Gewürz cremig rühren. Mehl nach und nach einarbeiten. Auf bemehlter Fläche nicht zu dünn ausrollen (1/2 cm), Kekse ausstechen. Aufs Blech legen und nach Belieben je einen Klecks Marmelade in die Mitte setzen. Ins Rohr schieben und zartgelb backen.