Samstag, 26. Juni 2010

Das Wort zum Wochenende: Fritten

Während sie die Fritten zubereitete, brachte sie das Gespräch auf Lawrence. Sie frittierte noch auf die altmodische Weise, mit Öl in einem großen Topf und einem Frittierkorb, man hörte es zischen und brodeln. Weil sie ihm den Rücken zudrehte, konnte er nicht an ihrer Miene ablesen, was sie dachte. Die Würstchen brieten in der Pfanne und dufteten köstlich. Gleich als sie hereingekommen waren, hatte Aggie ihm einen großen Becher Tee gemacht, mit dem er jetzt strumpfsockig am Küchentisch saß.


Ann Cleeves: Der längste Tag


Samstag, 12. Juni 2010

Das Wort zum Wochenende: Bagel

Wie deprimierend, dass Richard meine Befürchtungen teilte, denn in den letzten Tagen hatte ich mich in die Vorstellung, nach Washington zu fliegen, geradezu hineingesteigert. Mit einem Blick auf das merkwürdige kleine Gebäckstück auf meinem Teller, das die Inhaber des Lokals "cheezu bagel" nannten, fügte ich hinzu: "Ich hätte solche Lust auf einen amerikanischen Bagel. Ganz zu schweigen von richtigem Käse. Ich habe die Schnauze voll von Kraft-Scheibletten für Singles aus überteuerten Supermärkten für Ausländer."


Sujata Massey: Der Brautkimono


Donnerstag, 10. Juni 2010

Marillenknödel


Marillenknödel

Keine Woche erst findet hierorts etwas statt, das den Namen "warme Jahreszeit" verdient - und keine zwei Wochen mehr, dann werden die Tage schon wieder kürzer und es geht auf den Winter zu. Trübsinnig könnte frau werden, aber zum Glück gibts ein verlässliches Mittel dagegen: Marillenknödel sind doch immer wieder für ein kleines Glücksgefühl gut. :-)

Marillenknödel

Dienstag, 08. Juni 2010

Abgekupfert: Möhren-Risotto


Möhren-Risotto

Der Gefährte brachte einen großen Korb junger Möhren nach Haus, von denen ich gar nicht wusste, was ich damit anstellen sollte. Hilfe kam von Foodfreak, die kürzlich ein Möhren-Risotto mit Zander vorstellte, das auch solo schmecken sollte. Tut es tatsächlich, und zwar ganz ausgezeichnet. :-)

Vom Rezept bin ich im Wesentlichen nur abgewichen, wo meiner Faulheit Rechnung zu tragen war: Ich hab die Möhren - doppelte Menge übrigens, der Korb sollte sich schließlich merklich leeren :-) - nicht vorgekocht, sondern ein grob gestiftelte Drittel mit (Lauch-)Zwiebeln gemütlich angeschwitzt, dann Reis und die restlichen Möhren in fein geraspeltem Zustand zugegeben. Abgelöscht mit Kokosessig statt Wein, dann weiter wie bei Foodfreak beschrieben. Das Basilikum-Öl hab ich schlicht vergessen und deshalb nur ein paar zerzupfte Blätter drübergestreut. War aber dennoch lecker. :-)


Sonntag, 06. Juni 2010

Hamburg kochte Erdbeer-Gurken-Salat ...

Erdbeer-Gurken-Salat

... und die TeilnehmerInnen des Events zeigten sich so begeistert von dieser Kreation, dass ich das auch probieren wollte. Dummerweise war das Rezept bei Nokedli noch nicht verbloggt, und geduldiges Warten ist nicht so meins. Ich wollte das sofort haben. :-) Während ich noch nachdachte, was zu Gurken und Erdbeeren passen könnte - Ingwer? Limette? - entdeckte ich zum Glück einen Hinweis: Basilikum, Balsamico und Honig. Also ab in die Küche und alles zusammengemischt, dazu noch Mohnöl und weißen Pfeffer. Das passte gut, aber ein Fehler ist mir doch passiert: Ich hab viel zu wenig von allem genommen und musste sofort eine Wiederholung versprechen. :-) Was mich keine Überwindung kostete - Erdbeeren, Gurken und Basilikum scheinen wie füreinander geschaffen und ergeben einen wunderbar erfrischenden Salat. Inzwischen ist bei Nokedli das Rezept gebloggt, und ich kanns nur dringend zur Nachahmung empfehlen!


Samstag, 05. Juni 2010

Das Wort zum Wochenende: Hecht

Geneviève schenkte einen Weißwein ein, und Laurent servierte als ersten Gang Fischmousse-Quenelles in einem pfeffrigen Fond mit Zitrusnuancen.
Edgar Marquis probierte, leckte sich die Lippen und verkündete: "Hecht."
"Hecht und Steinbutt", sagte Arthur Chess.
"Jakobsmuscheln und Hummerrogen in der Sauce", fügte Norbert Levy hinzu.
"Genug spekuliert", sagte Tina Balleron und drückte einen Summer zu ihren Füßen. Augenblicke später tauchte Laurent auf.
"Madame?"
"Die Zusammenstellung, Laurent?"
"Weißfisch, Steinbutt und Karpfen."
"Karpfen", sagte Edgar Marquis, "ist im Wesentlichen Hecht."


Jonathan Kellerman: Der Pathologe