Sonntag, 27. November 2011

Zupf-Schuedi


Zupf-Schuedi

"Irrésistible", urteilt Frau Salzkorn. Ich sag nix, weil sich das nicht schickt, so mit vollen Backen, sondern nicke nur ganz heftig. Und rate dringend, Paules Zupf-Schuedi nachzubacken. Allein der Duft könnte schon süchtig machen ...

Bei den Gewürzen hab ich mich übrigens an der Zusammenstellung von grain de sel orientiert, den Piment aber weggelassen und etwas Vanille zusätzlich verwendet.


Samstag, 26. November 2011

Granatapfel-Gelee


Granatapfelgelee

Bei Kilopreisen unter zwei Euro sind Granatäpfel derzeit kein Luxus. Das trifft sich gut, denn für den Genuss von nur ein oder zwei der leckeren Früchte anschließend die Küche neu ausmalen zu müssen, ist ja immer ein bisserl unverhältnismäßig. Aber die Kerne aus der Frucht zu pulen, verwandelt Küchen unweigerlich in etwas, das aussieht, als sei es Schauplatz eines Orgien-Mysterien-Theaters gewesen. :-)

Das Farbbad lässt sich nicht ganz vermeiden, mit etwas Vor- und Umsicht aber immerhin auf die unmittelbare Arbeitsumgebung begrenzen. Es werden verschiedene Tricks empfohlen, vor allem die Unter-Wasser-Methode ist beliebt: dabei sinken die Kerne nach unten und die dicken schwammigen Schalenstücke schwimmen oben. Jedenfalls dann, wenn die Frucht vor dem Zerteilen ausgiebig auf der Arbeitsplatte gerollt wurde. Sonst hängen nämlich die Kerne an den Styroporstücken fest und müssen mit klammen Fingern im kalten Wasser abgepult werden, was auch kein Spaß ist. ;-)

Wenn aber die Kerne gelöst sind - dazu den Granatapfel auf der Arbeitsplatte mit sanftem Druck rumrollen, bis nix mehr knurpselt -, lassen sie sich imho auch ohne Wasserbad gut von der dicken Schale und den feinen Zwischenhäutchen trennen. Ich schneide die Frucht in einer sehr hohen (!) Schüssel längs durch, stülpe die Schalenhalbkugel um und streife die Kerne mit der Hand ab. Ein paar Styroporstückchen fallen zwar immer mit rein, aber die lassen sich einfach wieder rausfischen.

Zur Saftgewinnung kippe ich die Kerne dann in den feinsten Einsatz der flotten Lotte - da schaden auch ein paar übersehene Schalenrestchen nicht, die werden eh zurückgehalten -, lege den Spritzschutzdeckel der Küchenmaschine drüber und kurble. Für klares Gelee wird der gewonnene Saft - zwei mitteldicke Früchte ergeben etwa einen halben Liter - dann nochmal durch ein feines Sieb geschüttet. Rückstände nicht entsorgen, sondern naschen! ;-)

Für die Geleeherstellung den Saft abwiegen oder messen. Pro halbem Liter mit einem knappen Teelöffel Zitronensaft, 150 g Zucker und einer halben Packung 3:1-Pektin-Geliermittel mischen, unter Rühren erhitzen und 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Sonntag, 20. November 2011

Sonntagssüppchen mit Maronen


Maronisuppe nach Lea Linster

Rezepte, die nicht nur Genuss verheißen, sondern auch mit wenig Arbeit und Zeitaufwand verbunden sind, mag ich sehr. Lea Linsters Maronensuppe gehört zu dieser Kategorie und enttäuschte nicht. Ich hab mich auch weitgehend an die Vorgaben gehalten und nur kleine Änderungen vorgenommen: Gemüse- statt Hühnerbrühe verwendet, für die Sämigkeit ein gewürfeltes Kartöffelchen mitgegart, und die Maronen zum Drüberstreuen schließlich hab ich mit einigen Birnenspalten ergänzt und nicht in Olivenöl gebraten, sondern in Butter mit etwas Vanillezucker leicht karamellisiert. Und statt der Parmesanchips gabs parmesangefüllte Blätterteigstangen dazu. Insgesamt ein sonn- und festtagstaugliches Süppchen für faule KöchInnen. :-)



Donnerstag, 17. November 2011

Resteverwertung: Gefüllte Blätterteigtaschen


Blätterteigtaschen mit Kartoffeln & Brokkoli

Der Gefährte frug - natürlich erst kurz vorm Weggehen - bescheiden nach einem kleinen Imbiss für unterwegs. Butterbrote sind nun so gar nicht seins, aber es sollte doch etwas sein, das sich aus der Hand essen lässt. Blätterteig ist immer im Haus, und im Kühlschrank lungerten noch ein paar Kartöffelchen und etwas Brokkoli vom gestrigen Abendessen. Also ein Ei mit Sahne und Gewürzen verquirlt, den größten Teil davon mit den grob zerdrückten Kartoffeln verrührt, Brokkoliröschen dazugemischt und handliche Teigtäschchen fabriziert. Mit dem restlichen Ei bestrichen, fünfzehn Minuten gebacken und noch heiß zum Mitnehmen verpackt: denn der Mann machte Anstalten, die Teilchen gleich aus dem Ofen raus zu futtern. :-)

Montag, 14. November 2011

Sahnesüppchen mit Kochsalat


Kochsalat-Süppchen

Ein Novembertag mit Minusgraden noch zur Mittagszeit verlockt nicht wirklich dazu, eine Kaltschale zu servieren. Aber das Süppchen, das laut Rezept in der Gusto zehn Stunden durchkühlen sollte, schmeckt auch heiß ausgezeichnet. Die Erbsen - klassische Partner zu Kochsalat - hab ich weggelassen, dafür die Kartoffelmenge verdreifacht, und an Gewürzen noch zusätzlich Muskat und Zitronenschale verwendet. Dazu frisches Olivenbrot - so lässt sich der Spätherbst ertragen. :-)

Donnerstag, 10. November 2011

Birnenkuchen


Birnenkuchen

Schon wieder Birnen. Diesmal in einem Kuchen, kopfüber gebacken. Oder kopfunter? Den Rührteig hab ich mit Orangenschale und ein paar Umdrehungen aus der 5-Gewürz-Mühle aromatisiert, die ich vor einiger Zeit in einem gedankenlosen Moment - ich mix mir Gewürze lieber selbst zusammen - erworben habe. Der etwas sehr zimtlastige Inhalt hat sich dabei nicht merklich reduziert. Wenn das so weitergeht, hab ich die Mischung in ungefähr 20 Jahren aufgebraucht. :-)

Mittwoch, 09. November 2011

Gebackene Birnen


Gebackene Birnen mit Quittengelee

Noch weniger Arbeit für ein Dessert geht kaum: Reife, aromatische Birnen halbieren, Kerngehäuse entfernen, Vertiefungen mit Gelee füllen, Schnittflächen mit Zitronensaft bepinseln, gemörserte Gewürze nach Geschmack (Zimt, Fenchel, Nelken, Sternanis, Macisblüte, Pfeffer) darüber, mit Butterflöckchen belegen und bei 180-200 Grad backen, bis die Birnen schön weich sind. Dazu ein Löffel Eiscreme oder Pudding oder Joghurt oder Grießbrei - oder auch nur ein paar mürbe Kekschen.

Dienstag, 08. November 2011

Resteverwertung: Brioche-Käsekuchen und Kaki


Brioche-Käsekuchen und pochierte Kaki

Das gestrige Dessert hat in Sachen neues Kochfeld die Waage wieder zugunsten konventioneller Heizkreise ausschlagen lassen. Die Taktung der Induktionszonen treibt mich noch in den Wahnsinn: Statt gleichmäßigem Simmern knapp unterm Siedepunkt gibts steten Wechsel von stillem See zu brodelndem Geysir. Für empfindliche Früchtchen ist das nix, und auch die relativ robusten Kakis stecken das nicht lässig weg.

Gemundet haben sie dennoch: In Scheiben geschnitten, in Orangen- und Quittensaft mit einem Spritzer Zitronensaft, Sternanis und wenig Zucker gegart, der Sud anschließend zu Sirup eingekocht. Abgekühlt serviert zu etwas, das in der Low Budget-Küche "Türkenkuchen" genannt wird. Was keineswegs despektierlich gegenüber den MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund gemeint ist, sondern daher rührt, dass unser Frühstücksgebäck vom türkischen Bäcker kommt, und allfällige Reste zu Dessertkuchen verarbeitet werden: Gebäck würfeln, in derselben Menge Milch einweichen, in eine passende Form drücken, Quarkmasse darauf verteilen, goldbraun backen und noch warm genießen. :-)

Montag, 07. November 2011

Kartoffelsüppchen


Kartoffelsuppe mit Roter Bete

Weder von der Kartoffelsuppe noch von der Roten Bete war noch genug für eine volle Mahlzeit da, also gabs beides gemeinsam. Die Kartoffeln waren Richtung Curry abgeschmeckt, mit Senfsaat, Kreuzkümmel, Lorbeer, Kurkuma, Chili, etwas Zimt und noch so allerlei, die Roten Bete im Ofen gegart und in Olivenöl, säuerlichem Granatapfelsirup und herbem Honig gebadet - das passte nicht perfekt, aber doch ganz gut zusammen. Wobei - nach einer langen Hunderunde im kalten Novemberwind schmeckt ja fast alles. :-)

Sonntag, 06. November 2011

Tarte Tatin mit Vanille-Quitten


Tarte Tatin mit Vanille-Quitten

Quitten-Tarte-Tatin gabs in diesem Blog zwar schon mal, ist aber immer wieder ein Gedicht. Diesmal aber mit Blätterteig gemacht, mit gestückelten Resten davon, um genau zu sein. Das hat die fertige Tarte zwar wie eine Berg- und Talbahn aussehen lassen, aber sie sollte ja keinen Schönheitspreis gewinnen.

Quitten-Tarte-Tatin

Blätterteig (als Fertigprodukt) ist mir übrigens für Tarte Tatin lieber als Knetteig: geht schneller und lässt sich vor allem stressfrei von der Arbeitsplatte auch auf eine große Backform transferieren. :-)