Samstag, 14. Juni 2008

Murks: Marillenkuchen


Flacher Aprikosenkuchen

Marillenkuchen als flacher Fladen: Das passiert, wenn frau die im Rezept genannten Mengen reduziert, dann aber ein Brett vorm Kopf hat und den Teig in eine große Form klatscht. :-(

Die Fladenform passte aber eigentlich ganz gut zum Teig, der durch den doch recht hohen Anteil an Zwiebackbröseln an crunchige Cornflakes erinnerte. Und mit Sonnenblumenkernen, auf die ich verzichtet habe, wohl fast als Müslikuchen durchgehen würde. War nicht schlecht, aber nicht so ganz meins.

Was, nebstbei bemerkt, auf alle bislang von mir getesteten Kuchen aus dem Buch "Einladung zu Kaffee und Kuchen" zutrifft: appetitliche Fotos, die Rezepte klingen gut, aber die Ergebnisse sind, wiewohl o.k., nie so hundertprozentig überzeugend. Weshalb das Buch die meiste Zeit ein unbeachtetes Dasein fristet und nur in akuten "Mir fällt einfach nix ein"-Verzweiflungsfällen zu Rate gezogen wird. Womit es wohl zur Teilnahme an FoodFreaks Kochbuch-Event qualifiziert ist. :-)

Marillenkuchen

Teig:
3 Eier, getrennt
60 g Zucker
1 Zitrone, Saft & geriebene Schale
50 g Mehl
50 g Zwiebackbrösel
1 Pk Vanillepuddingpulver
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Belag:
750 g Aprikosen, halbiert

Außerdem:
30 g Sonnenblumenkerne, zum Bestreuen

Temperatur: 200 Grad, Ober-/Unterhitze, vorgeheizt
Backzeit: 30-35 Minuten
Form: Springform, 26 cm

Eiweiße zu schnittfestem, glänzendem Schnee schlagen, dabei nach und nach Zucker, Zitronensaft und -schale zufügen. Eigelbe und mit Backpulver, Bröseln und Salz vermischtes Mehl untermengen. In die Form füllen. Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten darauf verteilen. Mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Ins Rohr schieben und goldgelb backen.

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3 Kommentar(e):

Thomas meint:

Hört sich - von der Formwahl abgesehen - narrisch guad an, aber ich fürchte fast, die ist für meine ohnehin schon nicht übermäßig schlanke Linie nicht gerade das beste... Davon abgesehen, daß ich meistens nicht die Disziplin habe, die Zutaten auch wirklich in den Kuchen zu verarbeiten und nicht schon roh zu verputzen... :-/

Hedonistin meint:

@Thomas - Roh sind Marillen aber doch sehr figurfreundlich. :-)

Dolce meint:

Ich habe heute in einem Buchgeschäft das neue, hochgelobte Kochbuch "Meine Sonnenküche" von Virginie Besançon durchgeblättert und entdeckt, dass ihre Aprikosentarte genauso aussieht wie Dein Marillenkuchen - soviel zum Thema Murks ;-) Du scheinst da kräftig tiefgestapelt zu haben!