Donnerstag, 5. Juni 2008

Pfeffermühle

Pfeffermühle mit Beleuchtung

Fressnet fragte nach Pfeffermühlen - ach, da hab ich schon viel durch. Handkurbelmodelle, wie bei Fressnet abgebildet, eingeschlossen. Mit ebensolchen Erfahrungen: Es passt kaum was rein; und wehe, man verstellt bei der gefüllten Mühle den Mahlgrad von grob nach fein - dann klemmt sich unweigerlich ein Pfefferkornstückchen, das sich schon zum Schroten vorgedrängelt hatte, fest und nix geht mehr.

Pfeffermühle Besser sind daher meiner Erfahrung nach Mühlen, wo die Feineinstellung am Mahlwerk erfolgt, die man also zu diesem Behufe auf den Kopf stellen muss: Da plumpsen die Körner derweil nach unten, also weg vom Mahlwerk, und verklemmen sich nicht. Wenig Unterschied macht meinem Eindruck nach das Material des Mahlwerks. Ob Stahl oder teure Keramik, früher oder später lässt die Leistung nach. Kommt vermutlich vom Fett der Pfefferkörner (deren Aroma ja in ätherischen Ölen sitzt), das sich beizeiten als schmieriger Film absetzt, und das wird nicht besser, wenn die Mühle regelmäßig über brodelnden Kochtöpfen zum Einsatz kommt: Dann backt dieser Schmierfilm hoffnungslos fest, wogegen auch gelegentliche Reinigungsdurchgänge mit grobem Salz nur bedingt helfen.

Ergo kommen regelmäßig neue Pfeffermühlen ins Haus. Aktuell steht eine elektrische in Verwendung, obwohl ich das immer lächerlich fand. Aber bislang bin ich sehr zufrieden mit ihrer Leistung, an der nach fast zwei Jahren Betrieb noch nichts auszusetzen ist, und in der low budget-Küche wird viel gepfeffert. Lächerlich fand ich bei der Anschaffung übrigens auch das eingebaute Lämpchen - das ich aber im praktischen Betrieb schnell zu schätzen lernte. Denn hierorts wird vorwiegend abends gekocht, und trotz Festbeleuchtung war in hohen Töpfen immer schwer zu sehen, ob überhaupt und wenn, wie viel Pfeffer nun aus der Mühle kam.

Aber kein Licht ohne Schatten: Die elektrische Mühle macht keinen schlanken Fuß, ökologisch betrachtet. Alle paar Wochen verlangt sie nach neuen Batterien, wobei sie jedesmal einen Vierersatz AA-Zellen schluckt, und dadurch auch nicht eben leicht in der Hand liegt. Aber alles kann man wohl nicht haben.

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10 Kommentar(e):

Bolliskitchen meint:

Was, Du hast diese Elektromühlen?Auch noch mit Licht?....

Na ja, ich habe die gute alte Pfeffermühle aus Holz, mit Peugeot-Mahlwerk, die muss man halt alle paar Jahre mal erneuern.

Schnuppschnuess meint:

Ich oute mich - ich habe auch eine Elektrische mit Licht. Ich habe mich immer kringelig gelacht, wenn ich im TV mal so ein Ding gesehen habe. Und jetzt steht es hier in der Küche und ich finde es gut. Würde ich immer wieder kaufen.

Hedonistin meint:

@Schnuppschnüss - So wird man vom Saulus zum Paulus, gell? :-)

Ich muss sogar zugeben, dass ich fast ein Dutzend von den Dingern habe inzwischen, nicht nur für Pfeffer. Da hakt nix, da klemmt nix, frau muss sich nicht mit filigranen Kürbelchen ärgern, die mit arthritischen Fingern kaum zu fassen sind, und die Beleuchtung ist wirklich praktisch. :-)

Barbara meint:

Wir hatten auch so eine elektrische mit Licht - geschenkt bekommen. Ich hatte auch erst müde gegrinst... und habe sie dann schätzen gelernt, wie Du schreibst, echt klasse.

Leider ging sie kürzlich kaputt (seitdem wird provisorisch gemörsert...) und ich bin auf der Suche, um genau so eine wieder zu kaufen.

Klaus-Peter meint:

Für größere Mengen ist die Kornmühle (Handkurbel) ideal; damit ein kleiner Vorrat an gem. Pfeffer - das ist dann nicht ganz so frisch, aber frischer als gemahlen gekaufter, im kleinen Schraubdeckelglas.

Das Batterieproblem finde ich ziemlich heftig - da wird das Mahlen auch ein teurer Spass.

Eigentlich sind die Mühlenhersteller in der Pflicht, ihre Produkte zu verbessern; und direkt in den Dampf muss man ja nicht gehen mit der Mühle, wenn man den Umweg über Teller oder Schneidbrett nimmt.

Hedonistin meint:

@Klaus-Peter - Vermutlich würden Qualitätsbatterien sehr viel länger reichen als die Nonames, von denen ich aber immer noch welche im Vorrat habe. Hingegen würde ich keinesfalls Pfeffer auf Vorrat mahlen - zumindest in dieser Hinsicht bin ich doch ein Food-Snob. :-)

Barbara meint:

Wir mussten übrigens in 15 Monaten (so lange hielt die Mühle glaube ich) kein einziges Mal die Batterien austauschen.

kulinaria katastrophalia meint:

Wir haben schon zwei elektrische Mühlen verschlissen; irgendwie taugen die nichts. Das Problem, dass in die handbetriebenen nichts reinpasst bzw. die irrsinnig schnell alle sind lässt sich wahrscheinlich nur durch einen Direktzulaufschlauch aus der Pfefferkörnertüte lösen ;-)

Schnuppschnuess meint:

Ich habe die Batterien auch noch nie gewechselt und wenn, dann kommen nur wiederaufladbare rein.

Nysa meint:

ok.. ich drehe und ich steh dazu :-)