Dienstag, 6. November 2007

Ultimative Schokoladentorte mit Espresso-Ganache :-)


Ultimative Schokoladetorte mit Espresso-Ganache

Wenn es in der low budget-Küche sangesbegabte Menschen gäbe, wären heute Jubelchoräle zu vernehmen gewesen: Halleluja, die cremigste, flaumigste, schmelzendste, schokoladigste aller Schokoladentorten aller Zeiten ist gebacken worden! So aber wurde nur leise und wohlig geseufzt: Aaaaah! Oooooh! Mmmmmm!

Dabei war es ein reiner Zufallstreffer: Eigentlich wollte ich die im Crockyblog entdeckten Chocolate Chocolate Cupcakes nachbacken. Aber es war grad keine Buttermilch im Haus, und eigentlich dürfte mehr Schokolade im Teig sein, fand ich, und weniger Zucker, und keine Vanille ... Also wurde freihändig komponiert. Vom Ergebnis habe ich gar nichts Besonderes erwartet, tatsächlich sah ich die Aktion nur als Gelegenheit, endlich mal Martha Stewarts Espresso-Ganache auszuprobieren (die Mengenverhältnisse hab ich ein wenig zu Gunsten der Schokolade korrigiert). Dass ich schließlich in den siebten Schokoladentortenhimmel katapultiert wurde, traf mich völlig überraschend. :-)

Zum Rezept ist übrigens erstens anzumerken, dass die Joghurtmenge keine ganz exakte Angabe ist: Es war früh am Morgen und ich habe schlicht vergessen, abzuwiegen, wie viel ich genommen habe. Zum Glück hatte ich einen frischen Becher angebrochen, das angegebene Füllgewicht minus dem verbliebenen Rest müsste eigentlich der verwendeten Menge entsprechen – wenn ich beschwören könnte, dass ich nicht unwillkürlich einen Löffel voll gekostet habe. Ich kann mich zwar nicht an derlei erinnern, aber beeiden würde ich es nicht. :-) Auf jeden Fall sollte sich ein sehr weicher Teig ergeben – zäh vom Löffel reißend wäre zu fest.

Und zweitens: Die Torte wird nicht sehr hoch. Es hätten ja Muffins werden sollen, aber ich war zu faul, ein Dutzend Förmchen zu fetten und habe in letzter Minute auf Torte umgeschwenkt. Für eine 24-cm-Form ist die Teigmenge aber etwas knapp bemessen. Kleiner, aber höher sähe die Sache sicher hübscher aus. Bei Verwendung einer kleineren Form ist aber zu bedenken, dass sich die Backzeit verlängert, was aber gleichzeitig das Austrocknen von außen her fördert. Ich würde in dem Fall die Torte rausholen, wenn die Stäbchenprobe noch einige feuchte Krumen zutage fördert.

Ach ja, einen hilfreichen Küchentipp hab ich auch noch: Wenn frau kühlschrankkalte Eier in warmem Wasser auf Raumtemperatur zu bringen gedenkt, ist ein Wasserkocher ausgezeichnet geeignet. Frau sollte das Gerät dann aber nicht gewohnheitsmäßig auf höchster Stufe einschalten und sich Minuten später erstaunt fragen, wozu sie beim Backen Teewasser aufgesetzt hat und sich erst durch das klackernde Geräusch beim Ausgießen wieder an die Eier erinnern ... ;-)

Ultimative Schokotorte mit Espresso-Ganache

Ultimative Schokoladentorte mit Espresso-Ganache

Teig:
100 g Butter, weich
50 g Zucker
2 Eier
100 g Schokolade, 70%
140 g Mehl
1/2 TL Natron (3 g)
1/2 TL Weinsteinbackpulver (3 g)
ca 200 g Joghurt, 3,5% korr.: 0,9%, mild-cremig

Ganache:
250 g Sahne
225 g Schokolade, 70%
15 g gemahlene Espresso-Kaffeebohnen

Temperatur: 175 Grad (Ober-/Unterhitze), vorgeheizt
Backzeit: ca 20-25 Minuten
Form: Springform, 24 cm

Für die Ganache die Schokolade in eine Schüssel bröckeln. Die Sahne mit den gemahlenen Kaffeebohnen unter Rühren gerade eben aufkochen, vom Herd nehmen und durch ein möglichst feines Sieb auf die Schokolade gießen. Drei Minuten stehen lassen, um die Schokolade schmelzen zu lassen, dann – am besten mit einem Gummiteigschaber – zu einer seidig-glatten Creme rühren. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann mit dem Handmixer ein wenig aufschlagen.

Für den Teig die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Butter mit Zucker hellcremig rühren, die Eier einzeln gründlich unterrühren. Die geschmolzene Schokolade untermengen. Zuletzt abwechselnd das mit Backpulver und Natron gemischte Mehl und Joghurt vorsichtig einmengen. Den Teig in die Form füllen, glattstreichen und backen: nicht zu lange, das Stäbchen sollte nur gerade eben sauber bleiben. Zehn Minuten in der Form, dann auf einem Gitter abkühlen lassen, und schließlich mit der Espresso-Ganache bestreichen.

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8 Kommentar(e):

Petra meint:

Wie kannst du es wagen, mir so etwas Köstliches schon am frühen Morgen nur rein virtuell unter die Nase zu halten? Auch haben will! (Die Fotos sind übrigens ebenso gelungen wie der Kuchen)

lamiacucina meint:

beim Ansehen des ersten Foto habe ich reflexartig den Mund aufgesperrt. Das passiert mir bei Fotos sonst nie.

Nysa meint:

Oh wie GEIL! Das erste Foto ist der Hammer!!!! Der Kuchen schaut so locker und nicht trocken aus. Ich will mit dir da oben sein, im Schokoladentortenhimmel... nimm mich mit ;-)

Barbara meint:

Boah, sieht die lecker aus!!!

Absoluter Schokoladentortenhimmel mit der Espresso-Ganache toll abgeschmeckt, echt irre. Das Foto ist göttlich! :-)

Nysa meint:

Du bist doch selber schuld... mach nicht soviele leckere kuchen!!!! ;-)

Hedonistin meint:

@Nysa, in meinem alten König-Backbuch steht, dass die Gefahr, durch Mehlspeisen dick zu werden, sehr gering ist. Mehr noch, da heißt es, dass sie ein wichtiger Faktor in der Ernährung sind, denn "eine einförmige Fleisch- und Gemüsekost wird vom Körper nicht genügend ausgenützt". :-)))

rosa meint:

*Aaaahhhhhh!* Ich habe gerade (kein Scherz!) angefangen, zu hyperventilieren, als ich das Photo gesehen habe. OH MEIN GOTT! Sowas hätte ich jetzt gerne sofort als Nachtisch! Ich liebe die Schoko-Kaffee-Kombination!

Schnuppschnuess meint:

Oh mein Gott (auch ich hyperventiliere), dieses verführerische Ding sieht nicht nur aus wie die Titanic, es könnte auch zu meinem gewichtsmäßigen Untergang beitragen, wenn ich es nachbacken würde... was für ein Fotto!!!!