Montag, 14. Jänner 2008

French Toast aus dem Waffeleisen


Arme Ritter aus dem Waffeleisen

Nachdem mein heißgeliebter Dualit nach langen Jahren treuer Dienste selbige quittiert hatte und das Budget als Ersatz nur einen Noname-Toaster zugelassen hätte, wollte ich lieber gar keinen mehr. Mein selbst gebackenes Toastbrot schmeckt auch ungetoastet ausgezeichnet (meistens jedenfalls, aber Murks bestätigt nur die Regel :-) ), und so konnte ich mich ganz gut mit dem toasterlosen Dasein arrangieren. Aber es gibt so Tage wie die vergangenen, wo ich nicht dazu komme, Brot zu backen und dann kurz vor Ladenschluss welches kaufen muss. Die traurigen Weißbrotreste im Supermarktregal schmecken grauenvoll, wie ich leider erfahren musste, weshalb ich dann lieber eine Packung Toastbrot erwerbe - genauso grauenvoll, aber sehr viel billiger.

Tja, und da steh ich dann. Mit Toastbrot, das ungetoastet ungenießbar ist, aber ohne Toaster. Jedoch mit stets einsatzbereitem Waffeleisen - und dieses hat sich als brauchbarer Ersatz erwiesen. Nackte Toastbrotscheiben werden akzeptabel, allerdings durch den Druck des Deckels etwas platt. Davon lässt sich aber trefflich ablenken, wenn das Brot gleich gebuttert ins Eisen wandert, noch besser, wenn die Butter aromatisiert wurde, z.B. mit Knoblauch. Legt man die Brotscheiben gleich als (nicht zu dick) gefülltes Sandwich rein, wird die Plättung vom Bug zum Feature. Und von da ists nur noch ein kleiner Schritt bis zum eiersahnegetränkten armen Ritter (heute pikant, mit Vorarlberger Bergkäse, Senf, Honig und viel Pfeffer) aus dem Waffeleisen - einwandfrei und komfortabler als die Zubereitung in der Pfanne, weil nichts gewendet werden muss. Ich liebe multifunktionale Geräte. :-)


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2 Kommentar(e):

Barbara meint:

Schöne Idee! Und doch immer wieder interessant, wie kreativ man werden kann, wenn es gefordert ist... ;-)

kulinaria katastrophalia meint:

Das ist natürlich auch eine Methode :D Das futtert sich wahrscheinlich genauso gut weg wie mit Spezialequipment...