Donnerstag, 17. April 2008

Damper - Brötchen aus Backpulverteig


Damper

Ursprünglich waren die australischen Damper einfache Fladen aus Mehl, Wasser und Salz, die in der Asche des Lagerfeuers gebacken wurden. Aber der Fortschritt machte auch vor stockmen und ihrer Verpflegung nicht Halt: Backpulver (oder Natron), Fett und Milch haben aus den kargen Fladen lockeres Gebäck werden lassen, das nach Belieben noch mit weiteren Zutaten angereichert werden kann. Im von mir verwendetem Rezept - aus dem "kugeligen Kochbuch" von Lyndey Milan & Loukie Werle - wird der Grundteig mit Bier angerührt. Ich habs durch Mineralwasser ersetzt, und mir auch das händische Formen der Brötchen geschenkt: Der Teig ist ziemlich klebrig und ruft direkt danach, mit dem Eisportionierer aufs Blech befördert zu werden. :-)

Mit einer Hand voll geriebenen Käseresten im Teig waren die Teilchen lecker zu einer einfachen Gemüsesuppe, schnell gemacht (5 Minuten Vorbereitung, 15 Minuten Backzeit) - aber natürlich: Wie "richtige" Brötchen schmeckts nicht. Backpulverteig hat doch immer so was kuchenmäßiges. Wäre vielleicht anders, wenn man die Damper stilecht vor einem wackligen Zelt im kohlebedeckten Dutch oven backen würde. :-)

Damper

Teig:
300 g Mehl
1/2 Pk Backpulver (oder Natron)
1/2 TL Salz (oder mehr)
15 g Olivenöl
125 g Milch
125 g Bier (oder Mineralwasser)
Milch, zum Bestreichen

nach Belieben zusätzlich:
Rosinen, Ingwer, Zwiebeln, Käse, Kräuter …

Temperatur: 225 Grad, Ober-/Unterhitze, vorgeheizt
Backzeit: ca 15-20 Minuten
Form: Backblech, mit Backpapier belegt

Die Zutaten für den Teig mit dem Kochlöffel verrühren, was eine etwas klebrige Masse ergibt. Nach Belieben so verwenden oder weitere Zutaten untermischen. Mit bemehlten Händen etwa 10 Bällchen formen, aufs Blech setzen und die Oberfläche einschneiden. Ins Rohr schieben und nach etwa 1/3 der Backzeit die Brötchen mit Milch bestreichen, um eine glänzende Kruste zu erhalten. Weiterbacken, bis die Damper schön braun sind.

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2 Kommentar(e):

lamiacucina meint:

die Zähne der stockmen sind vielleicht auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Dafür sind die Brötchen auch für uns zugänglich geworden.

Petra aka Cascabel meint:

Der dutch Oven war ja schon ein großer Fortschritt, wenn ich mir die Ascheklumpen bei Wikipedia anschaue ;-) Könnten wir direkt mal probieren, Topf ist ja vorhanden. Deine sind natürlich die Edelvariante!