Mittwoch, 12. September 2007

Dacapo: Hokkaido-Milchbrot mit Powidl


Hokkaido-Milchbrot mit Powidl-Fülle

Wie vermutet, hat sich das daunenweiche Hokkaido-Milchbrot zum Lieblingsfrühstücksbrot an trüb-kalten Tagen entwickelt. Und seit ich im Kochtopf die Variante mit der Füllung gesehen hatte, wollte ich das auch probieren. Habs nur immer wieder vergessen – bis gestern. Da fiels mir im letzten Moment wieder ein, als ich grad anfing, den Teig aufzurollen. Also schnell den Powidl-Topf geöffnet und den Inhalt auf der Teigplatte vereilt. Bzw auf zwei Drittel davon, dann war trotz sparsamen Auftragens der Becher leer und ich wollte keinen neuen anbrechen. Aber es hat gereicht, um festzustellen, dass es wirklich eine famose Idee ist, das Brot zu füllen: Es spart doch Zeit beim Frühstück, wenn man bloß noch etwas Butter aufs Brot streichen und sich nicht den morgenmüden Kopf über einen Belag zerbrechen muss. :-) Nächstes Mal werde ich vielleicht gleich verschiedene Füllungen verwenden, vielleicht auch pikante.
Das Rezept hab ich von Chili & Ciabatta übernommen, allerdings ganz leicht modifiziert, deshalb notier ichs mal:

Hokkaido-Milchbrot

570 g Weizenmehl Type 480
30 g Dinkelvollkornmehl
5 g Trockenhefe
30 g Milchpulver
60 g Zucker
10 g Salz
1 Ei
250 g Milch
150 g Sahne

Temperatur: 175 Grad (Ober-/Unterhitze)
Backzeit: ca 45 Minuten
Form: Kastenform 30x10 cm

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe 1, dann 4 Minuten auf Stufe 2 und weitere 4 Minuten auf Stufe 3 kneten, bis ein glatter elastischer Teig entsteht, der sich zuerst von den Wänden löst und dann auch beginnt, sich vom Boden der Schüssel zu lösen (länger kneten als üblich). Abgedeckt auf das doppelte Volumen aufgehen lassen, dann kräftig abschlagen, zur Kugel reiben und diese 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zuerst mit den Handballen flachdrücken, dann zu einer Platte auswalken, deren Breite der vierfachen Breite der verwendeten Kastenform entspricht. Aufrollen (nach Wunsch vorher mit Marmelade etc bestreichen) und mit einem scharfen Messer in vier Stücke (Länge jeweils Kastenformbreite) teilen. Die Rollen hintereinander quer (Schnittflächen nach außen) in die gebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Form setzen und abgedeckt auf anderthalbfache bis doppelte Höhe aufgehen lassen. Oberfläche bemehlen oder mit Milch bepinseln, ins Rohr schieben und goldbraun backen.

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6 Kommentar(e):

lamiacucina meint:

warum die Aufstreich-Butter nicht auch gleich noch zusätzlich mit einrollen :-)

Hedonistin meint:

Über diese Anregung werd ich nachdenken - eventuell ließe sich ja auch gleich der Kaffee integrieren. :-)

Lars meint:

Man muss es einfach nachbacken, doch bin ich noch beim Curry und im Herd trocknen Pilze und Pflaumen..

Anonym meint:

Kann ich bitte mal zum Frühstück kommen?

Dein Fan

Hedonistin meint:

@Lars, jetzt nagt ein bisschen Neid an mir - Pilze! Ich wünschte, ich könnte mehr als nur Fliegenpilze identifizieren und selbst sammeln, weil die Marktpreise einfach jenseits sind. :-(

@Fan, Frühstück bei mir ist, was dereinst der Kampf gegen den Drachen war: die ultimative Mutprobe. Vor dem Frühstück und über weite Teile desselben bin ich ein böser Zombie. :-)))

zorra meint:

Und hübsch aussehen tut's auch noch.