Sonntag, 16. September 2007

Kürbis & Kartoffeln vom Blech


Zu meinen stets griffbereiten Alltagskochbüchern gehören die "Leckerbissen" von Nigella Lawson. Ich mag ihre Rezepte, natürlich, aber vor allem mag ich die Atmosphäre beim Kochen, die da mitschwingt – genussvoll und entspannt. Und sowieso und grundsätzlich sympathisch ist mir, wer in ein Buch mit dem Titel "Festessen" auch ein Rezept (na gut, Rezept kann man es nicht wirklich nennen) für heiße Milch mit Weißbrot und Vanillezucker aufnimmt. Wobei es in meiner Kindheit Weißbrot nur sonntags gab, weshalb zumeist Zwieback mit der schaumig-heißen Milch übergossen wurde, was bis heute meine bevorzugte Variante dieses Seelenwärmers geblieben ist.

Als ich das Buch gestern nach dem Schokoladenwolkenkuchen durchblätterte, sah ich (im Kapitel mit den "Trostessen") einen Auflauf mit zweierlei Kartoffeln und Käse, unter dem Motto "Potatoes, not Prozac". :-) Das sah lecker aus und klang erfreulich unaufwändig, weshalb ich mich sofort an die Zubereitung machte, obwohl ich nur eine Sorte Kartoffeln im Hause hatte. Aber die Süßkartoffeln aus dem Rezept ließen sich, so dachte ich, bestimmt wunderbar durch Kürbis ersetzen – und so war es auch. Mürb-süßer Hokkaido, saftig-süße Paprika und würzig-süße Zwiebeln harmonierten großartig miteinander und wurden trotz der erheblichen Menge Knoblauch (fast eine Knolle!) nicht von dessen Aroma erschlagen, denn die Zehen werden ungeschält mitgebacken, was sie nebstbei butterzart macht.

Ich habe die bei Nigella Lawson genannten Mengen annähernd verdoppelt, was ein tiefes Blech füllt und je nach Hunger 4-6 Portionen ergibt.

Kürbis und Kartoffeln vom Blech

Kürbis & Kartoffeln vom Blech

1 kg Hokkaido-Kürbis, mit Schale, gewürfelt
3/4 kg Kartoffeln, kleine Würfel
2 rote Zwiebeln, geachtelt
3 rote Paprikaschoten, grob gewürfelt
1 Knoblauchknolle, ungeschälte Zehen
6-8 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer, aus der Mühle
250 g Feta, gewürfelt (oder Halloumi)

Temperatur: 200 Grad (Ober-/Unterhitze)
Backzeit: ca 45 Minuten plus 5-10 Minuten Grillzeit

Kürbis, Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch aufs Blech geben, mit Olivenöl und großzügig Pfeffer vermengen. Weitere Gewürze sind nicht nötig, Salz kommt noch mit dem Käse genug dazu. Backen, bis das Gemüse gar und leicht gebräunt ist. Dann den Käse auf dem Gemüse verteilen und einige Minuten übergrillen, bis der Käse etwas Farbe genommen hat.

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6 Kommentar(e):

Anonym meint:

Das Rezept hat mir gefallen; unter
http://fressnet.de/blog/?p=277
ist das Ergebnis dokumentiert.

Viele Grüße

Klaus-Peter

Ulrike meint:

Das klingt gut!

Juta meint:

Das sieht ja zum Reinlegen aus - muss ich unbedingt probieren!
Liebe Grüße
Jutta

kulinaria katastrophalia meint:

Das sieht wirklich lecker aus! Kürbis ist wirkich ein unschlagbarer Ideenfixpunkt :-)

Hedonistin meint:

Zu dem süßen Grundton würden sich wohl auch ein paar Maroni (Esskastanien) gut machen, denk ich ...

paula meint:

ich mache dieses Gericht statt mit normalen Kartoffeln mit Süßkartoffeln (und zwar den weissen, nicht den orangefarbenen, geschält natürlich), ohne Käse, ohne Paprika aber mit Rosmarin und etwas frischem Ingwer und Knoblauch natürlich auch..