Samstag, 13. Oktober 2007

Abgekupfert: Hefeteigkuchen, gefüllt & gewickelt


Ähnlich wie beim inzwischen wohl allseits bekannten Hokkaido-Milchbrot hatte es mir auch bei diesem Hefekuchen zuerst die Optik angetan. So hübsch geschnürt wie ein Wickelkind anno dunnemal – das musste ich natürlich ausprobieren. Gleich vorweg: Ich habs nicht so hingekriegt – meine Ungeduld war mir im Weg, und so hab ich die Streifen einer Seite alle parallel gelegt und die der anderen Seite obendrauf, statt die Geschichte sorgsam zu verflechten. Ist aber dennoch ein netter Anblick, finde ich:

Gewickelter Hefeteigkuchen

Natürlich macht die ganze Wickelei nur Sinn, wenn auch eine Füllung in der Teigwindel steckt. :-) Die Käsefüllung las sich verlockend (musste ich aber der Vorratslage wegen modifizieren), und die Teigzubereitung interessant: Normalerweise kippe ich alle Zutaten für Hefeteig auf einmal in die Schüssel. Wollte ich eigentlich auch diesmal so halten, aber da die Einzeletappen nicht wirklich mehr Arbeit waren – das Kneten übernimmt ja allemal die brave MUM – hab ichs doch so gemacht wie im Rezept beschrieben, eine Art Risotto-Technik: Mehlnachschub immer dann, wenn die vorige Portion gut eingearbeitet ist. :-) Der Lohn war ein Kuchen mit wunderbar feinporiger, weicher Krume. Allerdings hätte er einige zusätzliche Minuten Backzeit vertragen – das nächste Mal (es wird ein nächstes Mal geben, der Gefährte hats schon bestellt :-) ) werd ich ihm etwas mehr Zeit und dafür etwas weniger Hitze geben.

Hefeteigkuchen, gefüllt und gewickelt

Hefeteigkuchen, gefüllt & gewickelt

Teig:
100 g Zucker
1/2 TL Salz
6 g Trockenhefe
440 g Mehl
90 g Butter, weich
1 Ei
185 g Wasser, lauwarm

Füllung:
200 g Frischkäse, 70%
200 g Quark, mager
40 g Bourbon-Vanillezucker (oder mehr, nach Geschmack)
1 Eigelb (Eiweiß zum Bestreichen des Kuchens verwenden)
40 g Rosinen

Temperatur: 175 Grad (Ober-/Unterhitze), vorgeheizt
Backzeit: ca 25 Minuten (eher 30-40)

Zucker, Salz, Hefe und 120 g des Mehls vermischen. Weiche Butter und Wasser zugeben, 2 Minuten rühren. Ei und 90 g Mehl zugeben, in weiteren 2 Minuten gut verrühren. 150 g Mehl zugeben und 8 bis 10 Minuten kneten, dabei nach und nach das restliche Mehl zugeben. Wenn der Teig sich seidig glänzend von der Schüssel löst, abdecken und aufs doppelte Volumen aufgehen lassen.

Alle Zutaten für die Füllung glattrühren und im Kühlschrank parken.

Den Teig abschlagen, zur Kugel reiben und 15 Minuten ruhen lassen. Dann flachdrücken und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca 40x30 cm auswalken. Die Teigplatte auf Backpapier legen. Die Füllung auf der Längsseite mittig aufstreichen. Den überstehenden Teig auf beiden Seiten in Streifen von 2 bis 3 cm Breite schneiden. Diese Streifen von beiden Seiten abwechselnd so schräg über die Füllung legen, dass jeder Streifen zwei Kreuzungspunkte hat und sich ein Flechtmuster ergibt – wie in der Fotoanleitung bei Mom’s Recipes gezeigt. Oder ganz faul die Streifen nur leicht schräg und nur einmal überlappend legen:

Kuchen wickeln

Den fertig geschnürten Kuchen abgedeckt nochmal gehen lassen, mit Eiweiß bepinseln und goldgelb backen.

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4 Kommentar(e):

Barbara meint:

Das gefällt mir auch...

Geduld ist glaube ich eine Altersfrage - bzw. man kann dran arbeiten: Ich habe als Teenie (geduldig ohne Ende) die schönsten Torten gezaubert, zwischendrin war die Geduld ganz weg und so langsam im fortgeschritteneren Alter kommt sie wieder - bzw. ich arbeite dran... ;-)

Anonym meint:

Ohh, das will ich auch...seufz

Jutta meint:

Ich schließe mich "anonym" an - der Kuchen sieht ja toll aus!

Nysa meint:

schaut das lecker aus... hum.. der kommt auf die to-do-liste ;-)